Archiv für 'Wusstet Ihr schon ...'

Nicht Fisch - nicht Fleisch

Donnerstag, 26. März 2009

Die Evolution ist ein faszinierendes Gebiet, auf dem es noch viel zu erforschen gibt - zum Beispiel, wie sich das Leben aus dem Wasser an Land entwickelte. Wissenschaftler haben vor einiger Zeit ein Fossil entdeckt, das eine Brücke zwwischen Wasser- und Landtieren bildet: den Tiktaalik. Gefunden wurde das Mischwesen zwischen Fisch und Vierbeiner in einem trockenen kanadischen Flussbett etwa 1000 Kilometer vom Nordpol entfernt. Dieser scharfzähnige Urraubfisch hat in den Brustflossen Ansätze von Schultern, Ellbogen und Handgelenken und sieht wie ein Urzeitkrokodil aus. Er soll vor etwa 380 Millionen Jahren im Wasser gelebt und kleine Ausflüge an Land unternommen haben. Tiktaalik ist Inuit und bedeutet “großer Flachwasserfisch”.

Arbeitsamt

Donnerstag, 19. Februar 2009

Wer Arbeit sucht, hat es im Leben schwer: Er hat kaum Geld und wenig Freiraum, sein Leben so zu leben, wie er es gerne hätte. Ein Hilfsmittel ist seit über 100 Jahren das Arbeitsamt, das heute gern modern “Agentur für Arbeit” genannt wird. Arbeitsämter gibt es nicht erst seit der Weltwirtschaftskrise 1929. Offiziell werden zwar die Amerikaner als Erfinder des Arbeitsamtes genannt, die solche Institutionen Ende des 19. Jahrhunderts einrichteten. Wer aber genauer hinsieht, entdeckt, dass das erste Arbeitsamt im Jahr 1631 in Frankreich entwickelt wurde: Im “Bureau d’Adresse” wurden arbeitswillige Menschen und suchende Arbeitgeber registriert, um dem damals herrschenden Bauwillen der reichen Bevölkerung Rechnung tragen zu können.

Die Konservendose

Sonntag, 18. Januar 2009

Der Mensch musste seine Beute schon immer haltbar machen. Zu gefährlich war die Jagd und zu kostbar das Fleisch, um es verderben zu lassen. In Salz einlegen und räuchern sind zwei der ältesten Methoden. 1809 entwickelte der Franzose Francois Nicolas Appert eine Hitzekonservierung, die sich später mit Hilfe der Dose durchsetzte. 1860 wurde damit Spargel haltbar gemacht. In Deutschland ließ ein Herr Rempel eine Maschine patentieren, die während des Einkochens geschlossen blieb. Die Gläser hatten Gummiringe und Blechdeckel zum Verschließen. Nach Rempels Tod kaufte Johann Weck das Patent und die Geräte - nach ihm heißt einkochen auch heute noch einwecken.

Der Polarfuchs und die Kälte

Sonntag, 23. November 2008

Der Polarfuchs muss der extremen Kälte in den artischen Gebieten trotzen. Dabei hilft dem Säugetier ein isolierender, weißer Winterpelz. Sein dichtes Unterhaar und ebenso dichtes Deckhaar ermöglichen es ihm, bei Temperaturen bis zu -50 Grad C aktiv zu bleiben. Sogar seine Pfoten und die kurzen Ohren sind stark behaart. Wissenschaftler behaupten, dass er das wärmste Fell aller Säugetiere hat, noch isolierfähiger als das des Polarbären und des Polarwolfs. Jedenfalls braucht er sich über frostige Temperaturen keine Gedanken zu machen.

Was Ethnologen festgestellt haben

Samstag, 18. Oktober 2008

Ethnologen haben festgestellt, dass der Aufbau der Vegetation eines bestimmten Lebensraumes entscheidend für die Friedfertigkeit der dort lebenden Völker sein kann. Auf den Osterinseln beispielsweise rodeten einst die Einwohner ihre Wälder ab und zerstörten damit ihre Nahrungsquellen: Konflikte waren die Folge. In anderen Gegenden, die eher hügelig und schwer zugänglich waren, entwickelten sich die Menschen zwar nicht ganz so schnell, waren aber meist viel friedlicher. Auf den Osterinseln muss sich die Aggression so stark entwickelt haben, dass die Menschen sogar zu Menschenfressern wurden.

Rekorde bei Tieren

Dienstag, 7. Oktober 2008

Das stärkste Tier im Verhältnis zu seiner Körpergröße ist der Rhinozeroskäfer, der bis zum 800fachen seines Körpergewichts tragen kann. Eine Weberameise kann immerhin das 100fache ihres eigenen Gewichtes tragen.

Am höchsten springt der Menschenfloh: ca. 20 cm, d.h. das 130fache seiner Körpergröße.

Am wenigsten frisst der Tigerhai, der täglich mit einer Menge Fleisch auskommt, die einem Hundertstel seines Gewichts entspricht.

Am ältesten wird die Riesenschildkröte mit bis zu 150 Jahren.

Schwerster und größter Vogel ist der Strauß mit bis zu 2,75 m Höhe und 155 kg Gewicht.

Der längste Meersesbewohner ist der Blauwal mit bis zu 33 Metern Länge.

Beim Sturzflug ist der Wanderfalke mit bis zu 360 km/h am schnellsten.

Die längste Schlange ist die Anaconda mit 9 Metern.

Der Wanderalbatross hat eine Flügelspannweite von bis zu 3,60 m.

Spinat als Stromlieferant?

Samstag, 13. September 2008

Nicht nur Popeye verlieh Spinat eine unglaubliche Energie - auch Wissenschaftler haben das Gemüse nun als Stromlieferant entdeckt. Amerikanische Forscher haben eine Solarzelle entwickelt, die aus den Proteinen der Spinatpflanze elektrische Energie gewinnt. Die Schlüsselmoleküle sind eine Reihe von lichtintensiven Spinat-Proteinen. Trifft Sonnenlicht auf diese Eiweiße, werden Elektronen freigesetzt, die sich weiterbewegen und zu einem Stromfluss führen. Auf diese Weise liefern die spinathaltigen Solarzellen Energie pur.

Fische und Theodor Fontane

Samstag, 9. August 2008

Könnt Ihr Euch vorstellen, dass es eine Fischart gibt, die nach dem deutschen Schriftsteller Theodor Fontane benannt wurde? Genau diesen Fisch gibt es wirklich. Wissenschaftler haben im Stechlin-See, den einst der berühmte Schriftsteller Fontane in seinem Roman “Der Stechlin” verewigte, eine unbekannte Fischart entdeckt. Daraufhin gaben die Forscher dem Seebewohner den lateinischen Namen “coregonus fontanae” zu deutsch “Fontane-Maräne”. So wurde dem kleinen Fisch eine besondere Ehre zuteil. Wenn das der große Fontane noch erlebt hätte.

Stinkende Löwenköttel

Donnerstag, 24. Juli 2008

Löwenkot muss so bestialisch stinken, dass es selbst in Ländern, in denen keine Löwen leben, andere Tiere abschreckt. In Japan wurde bei einem Versuch, Unfälle auf Bahnstrecken einzudämmen, ein Löwencocktail entlang der Schienen verteilt. Seitdem gab es keine Zusammenstöße zwischen Tieren und Zügen mehr. Da es in Japan aber keine freien Löwen gibt, müssen Löwen in Zoos ihre Exkremente zur Verfügung stellen. Nun wollen diese Wissenschaftler den abschreckenden Löwenkot chemisch so verändern, dass zwar der Abschreckungseffekt weiterhin wirkt, der Geruch aber erträglich wird.

“David” von Michelangelo

Samstag, 28. Juni 2008

Seine Statue steht für das Bild des vollkommenen männlichen Körpers: die Rede ist von David, geschaffen vom Renaissancekünstler Michelangelo. Doch britische Physiologen konnten einen gewissen Makel an dem perfekten Bildnis ausmachen. Nach ihren Untersuchungen steht David nicht entspannt und gerade, sondern zur Seite gelehnt, und dadurch werde die rechte Hüfte überbelastet. Die Fehlbelastung führt zu Rückenschmerzen und natürlich auf Dauer zu Haltungsschäden. Kaputte Hüften und Knie wären die Folge. Demnach ist Michelangelos David wohl doch kein perfektes Mannsbild