Archiv für 'Was Schönes!!!'

Christkindelein, Christkindelein

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Christkindelein, Christkindelein,

komme doch zu uns herein!

Wir haben frisch Heubündelein

und auch ein gutes Gläschen Wein;

das Bündelein fürs Eselein,

fürs Kindelein das Gläselein,

und beten können wir auch.

Ich wünsche allen, die in meinem Blog lesen, wunderschöne Weihnachtstage !

Der Schnee in der Sonne

Montag, 22. Dezember 2008

Ach ja, von einer weißen Weihnacht können wir uns nun wohl entgültig verabschieden. Begnügen wir uns also mit Schneegedichten, wie diesem von Angelus Silesius.

Der Schnee in der Sonne

Wie schöne glänzt der Schnee,

wenn ihn der Sonnenstrahlen

mit himmelischem Licht

bestreichen und bemalen.

So glänzt auch deine Seel,

so sie ist weiß wie Schnee,

wenn sie beschienen wird

vom Anfang aus der Höh.

Schneeflockentanz

Montag, 15. Dezember 2008

Bei uns ist immer noch kein Schnee in Sicht. Brauch auch noch nicht, aber zu Weihnachten wäre es doch schon schön, wenn es mal wieder schneien würde. Dazu heute mal ein kurzes Gedicht:

Schneeflockentanz

Tanz von zarten weichen Flocken

lässt das Kinderherz frohlocken,

animiert zum Schlittenfahren

in den frohen Kinderscharen.

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Beim Ballett von Eiskristallen,

die unhörbar tänzelnd fallen,

spür auch ich mein Herz frohlocken

in den zauber-vollen Flocken.

Nikolaus und Weihnachtsmann

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Alle Kinder sind in diesem Monat aufgeregt und freuen sich auf den Nikolaus und auf das Christkind oder den Weihnachtsmann. Ich habe dazu ein schönes Gedicht von Christa Grothe gefunden.

Nikolaus und Weihnachtsmann

Nikolaus und Weihnachtsmann,

die kommen im Dezember an,

der Eine schon am 6. startet,

damit kein Kind zu lange wartet.

Mit Äpfeln und Nüssen

hat er an sie gedacht

und sich mit Knecht Ruprecht

auf den Weg gemacht.

Der Andere kommt erst nach Advent

auf seinem Schlitten, wie ihn jeder kennt.

Doch bringt er nicht nur den Kindern seine Gaben,

denn alle soll’n am Heiligabend ihre Freude haben!

Wer einsam ist …

Montag, 1. Dezember 2008

Gerade jetzt in der dunklen Winterzeit und zu Weihnachten wird ja oft von Menschen berichtet, die einsam sind. Davon gibt es sicherlich eine ganze Menge, aber ich glaube, es gibt einen Unterschied zwischen einsam und alleine. Einsam ist man meiner Meinung nach dann, wenn man keinen Kontakt zu anderen Menschen hat - für mich unverstellbar. Dagegen bin ich gerne mal alleine. Ich geniesse es, manchmal einen ganzen Tag lang keinen Menschen zu sehen, nur für mich zu sein. Ich brauche das auch. Zur Einsamkeit gibt es ein nettes Gedicht von Wilhelm Busch. Ich finde es sehr treffend.

Wer einsam ist, der hat es gut

weil keiner da ist, der ihm was tut.

Ihn stört in seinem Lustrevier

kein Tier kein Mensch und kein Klavier.

Und niemand gibt ihm weise Lehren,

die gut gemeint und bös zu hören.

Winter

Montag, 24. November 2008

Nun ist er also da, der Winter. Heute morgen schneite es stundenlang, aber nichts blieb liegen, weil es dann doch noch zu warm war. Dagegen waren dann heute abend die Straßen spiegelglatt. Als ich vom Malkurs nach Hause fuhr, bin ich Umwege gefahren, damit ich auf Hauptverkehrsstraßen bleiben konnte, wo doch eher gestreut wird und wo mehr Verkehr ist.

Adelbert von Chamisso schreibt in seinem Gedicht allerdings nicht vom Winter der Jahreszeiten, sondern vom Winter des Lebens. Da bin ich allerdings noch nicht angelangt. Vielleicht steuere ich so langsam auf den Herbst zu, aber wenn der Winter so spannend und aufregend wird wie der Herbst, dann kann er kommen. Nur so einen traurigen Winter wie in diesem Gedicht möchte ich nicht!!!

Winter

In den jungen Tagen

Hatt ich frischen Mut,

In der Sonne Strahlen

War ich stark und gut.

—–

Liebe, Lebenswogen,

Sterne, Blumenlust!

Wie so stark die Sehnen!

Wie so voll die Brust!

—–

Und es ist zerronnen,

Was ein Traum nur war:

Winter ist gekommen.

Bleichend mir das Haar.

—–

Bin so alt geworden,

Alt und schwach und blind.

Ach! verweht das Leben,

Wie ein Nebelwind!

Am Abend

Montag, 17. November 2008

Der Tag war wieder lang, daher heute zum Abschluß des Tages nur dieses kleine Gedicht von Sigrid Mayr-Gruber.

Am Abend

Der Abend zündet Sterne an,

streut Traum und Schleier aus.

Die Nacht verschlingt des Tages Plan,

verbannt ins warme Haus,

und der Bestimmung untertan

lösch ich die Lichter aus.

Musst dich nur vom Neide reinigen …

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Mal ehrlich, wer ist nicht schon mal so ab und an neidisch? Also, ich bin es schon mal. Nicht so sehr auf das neue Auto oder die tolle Küche (obwohl ich gut eine Neue brauchen könnte) des Nachbarn. Oder auf die aufregenden Urlaubsfahrten von Bekannten. Das gönne ich denen allen. Ich gönne auch den Reichen der Welt ihr Geld, allerdings bin ich auf die schon mal neidisch. Und das nicht, weil die sich Jachten, Villen und dergleichen leisten können, sondern weil ich immer denke, was könnte man mit so viel Geld alles Gutes tun. Da werde ich dann schon mal neidisch, wenn ich sehe, wie die zum Teil ihr Geld verprassen. Und in solchen Momenten mahle ich mir gerne aus, ich hätte dieses viele Geld und dann träume ich davon, wie ich davon Hilfsprojekte unterstützen könnte und noch vieles andere mehr. Leider habe ich dieses Geld nicht und bin dann auch wieder zufrieden damit, was ich mit meinen bescheidenen Mitteln auch schon alles helfen konnte. Wenn auch vielleicht nicht so sehr finanziell, aber mit meinem ehrenamtlichen Einsatz. Sei es im Kinderschutzbund, bei der Aktion Weitblick oder auch in der Kirchenarbeit.

Es gibt von Paul Heyse ein schönes Zitat zum Neid:

Musst dich nur vom Neide reinigen,

dann verzehnfachst du dein Glück,

machst in jedem Augenblick

fremde Freuden zu den deinigen.

Bemühe dich, in allem etwas Positives zu finden

Samstag, 25. Oktober 2008

Dreimal im Monat schicke ich meinen Eltern - als Kurzbrief - ein Kalenderblatt aus dem Lebensfreudekalender, den uns ein Mitglied des ThomasMesseTeams immer zu Weihnachten schenkt. Auf jedem Kalenderblatt steht eine Weisheit, die dem Leben mehr Freude gibt. Und manche dieser Weisheiten passt genau zu mir. Es sind Dinge dabei, die ich schon lange beherzige. Wahrscheinlich habe ich darum auch so viel Freude am Leben, ich lebe einfach gerne, finde das Leben unheimlich spannend - mit all seinen Höhen und Tiefen. Diesmal hieß es dort:

Bemühe dich, in allem etwas Positives zu finden

Du kannst jede Situation von zwei Seiten betrachten. Du kannst schauen, was Du verloren hast und klagen, das Leben sei ungerecht und hart zu dir. Oder du suchst nach dem Gewinn, nach dem Positiven, danach, was du daraus lernen kannst. Was im ersten Moment negativ erscheint, erweist sich im Nachhinein oftmals als positiv. Es ist nicht leicht, allen Umständen etwas Positives abzugewinnen, aber die Möglichkeit besteht immer.

Und nach dieser Möglichkeit suche ich immer und finde sie meistens. Und wenn das Positive das ist, dass mich die Situation, das Negative, stärker gemacht hat. In meinem Leben ist längst nicht alles rund gelaufen, aber es ist mein Leben, so wie es ist.

Das beste Beispiel ist für mich die Geschichte mit meinen beiden Fehlgeburten. Zu Beginn habe ich sehr mit dem Schicksal und auch mit Gott gehadert, warum gerade ich, die ich immer so gerne Kinder haben wollte. Heute weiß ich, warum alles so war. Ich sollte Kevin kennen lernen. Das hätte ich nicht, wenn ich nicht die Fehlgeburten gehabt hätte. Gut - ich hätte dann ein anderes Kind - aber eben nicht Kevin, der mein Leben, zusammen mit Patrick, so reich gemacht hat. Ihn sollte ich gekommen, er sollte zusammen mit uns leben, darum vorher das Negative, damit zum Schluß etwas wunderbar Positives daraus wird.

Wieder ist ein Tag zu Ende

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Wieder geht ein Tag zu Ende, ein Tag - eigentlich ein ganz normaler - mit Höhen und Tiefen. Bei Friedrich Hölderlin habe ich ein schönes Zitat gefunden:

In jüngeren Tagen war ich des Morgens froh, des Abends weint ich;

Jetzt, da ich älter bin, beginn ich zweifelnd meinen Tag,

doch heilig und heiter ist mir sein Ende.