Archiv für 'WARUM ?????'

Warum tragen Ärzte weiße Kleidung???

Donnerstag, 19. März 2009

Bis Ende des 19. Jahrhunderts trugen Ärzte schwarze Gehröcke. Schwarz sollte Autorität vermitteln. Die Gehröcke wurden nur selten gewaschen, da man nicht wusste, dass Bakterien und Krankheiten sich nicht nur in der Luft, sondern auch an der Kleidung oder den Händen befinden. Als man feststellte, dass sich weniger Krankheiten ausbreiteten, wenn die Kleidung der Ärzte regelmäßig heiß gewaschen wurde, änderte man die Ärztetracht von Schwarz zu Weiß. Schwarze Kleidung färbte bei hohen Waschtemperaturen nämlich aus. Noch heute tragen die “Götter in Weiß” einen weiße Kittel.

Warum wächst Kresse nicht nach?

Freitag, 13. Februar 2009

Kresse zu ziehen ist eine einfache Sache: Schon wenige Tage nach der Aussaat kann man sie ernten. Doch hat man sie einmal abgeschnitten, wächst nichts mehr nach, im Gegenteil zu Gras, das nach dem Schneiden weitersprießt. Ob eine Pflanze weiterwächst oder nicht liegt am Wachstumspunkt. An diesem Punkt findet der größte Teil der für das Wachstum verantwortlichen Zellteilung statt. Beim Gras liegt er knapp über der Erdoberfläche und wird deshalb beim Mähen selten abgetrennt. Bei der Kresse liegt der Wachstumspunkt aber kurz unter den grünen Köpfchen. Da man die Pflänzchen meist unterhalb schneidet, wachsen sie nicht weiter.

Warum läuft uns bei Kälte die Nase?

Donnerstag, 22. Januar 2009

Gehen wir bei tiefen Temperaturen spazieren, fängt die Nase nach kurzer Zeit an zu tropfen. Das hat nichts mit einer beginnenden Erkältung zu tun. Durch die Kälte wird lediglich die Nasenschleimhaut gereizt - wie bei Staub oder Blütenpollen. Um die Schleimhaut zu schützen, wird ihre Durchblutung gesteigert. Sie schwillt an und produziert mehr Schleim. Normalerweise läuft der Schleim, der den ganzen Tag über entsteht, durch den Rachen ab. In dieser Situation wird aber so viel produziert, das die Nase tropft. Der beste Schutz ist, sich einen Schal um Mund und Nase zu binden.

Warum ist es im Iglu warm?

Sonntag, 21. Dezember 2008

Am Nordpol und am Südpol ist es bekanntermaßen kalt. Aber auch die Inuit müssen nicht frieren, denn trotz Kälte, Eis und Schnee kann es in einem Iglu mollig warm werden. Iglus werden aus Schnee und Eis zu einer runden Hütte kompakt gebaut. Zwischen den festgestampften Schneeflocken befindet sich genug Luft, die hervorragend isoliert: die Kälte kann nicht ins Iglu eindringen. Damit es warm wird, legen die Inuit Felle auf den Boden und verbrennen Seehundfett. Das Iglu wärmt sich auf etwa 10 Grad auf, bei minus 30 Grad Außentemperatur.

Warum essen wir zu Weihnachten Christstollen?

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Der erste Christstollen wurde vermutlich im 14. Jahrhundert in Naumburg gebacken. Der Bischof Heinrich ließ die Naumburger Bäcker zu Weihnachten einen Stollen für sich und sein Gefolge backen. Daraufhin wollte auch der sächsische Landesfürst diese Spezialität genießen. So ließ er sich jedes Jahr am zweiten Weihnachtstag von den Dresdner Bäckern zwei eineinhalb Meter lange Christstollen auf seine Residenz bringen. Der Stollen ist ein Gebildebrot und stellt das Christkind dar, eingewickelt in weiße Tücher. Die Hauptzutaten dieser Spezialität sind Mehl, Marzipan und Rosinen.

Warum spielen Tiere?

Sonntag, 16. November 2008

Heute abend beim Spieleabend hat Michiru, mein Kater, es genossen, dass mal wieder ein paar mehr Leute da waren, die mit ihm gespielt haben. So findet er es ganz toll, wenn man Schokoladenpapier an der Tischkante entlang bewegt oder er einem Papierkügelchen nachjagen kann. Obwohl er nicht mehr so lange und ausdauernd spielt wie früher, schließlich ist er ist ja auch schon ein älterer Herr. Wir haben uns aber gefragt: Warum spielen Tiere überhaupt?

Verhaltensbiologen sind sich einig, dass Spielen für Tiere eine wichtige Funktion hat. Im Spiel experimentieren sie mit ihrer Umwelt und setzen sich mit ihr auseinander, wobei sie für ihr Leben lernen, häufig sogar auch für ihr Überleben. Körperliche und soziale Fähigkeiten werden geschult, damit sich Tierkinder später in eine Rangordnung und das soziale Gefüge einer Tiergruppe eingliedern können. Doch manchmal geht es Tieren wohl auch wie uns Menschen: Das Spielen mit Artgenossen scheint zu ihrer Unterhaltung beizutragen.

Warum wird beim Biathlon geschossen?

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Der Ursprung des Biathlons liegt im Militär. Im 18. Jahrhundert wurde Skifahren eine der wichtigsten Militärsportarten: Die Soldaten mussten die Skier beherrschen und gut schießen können. Der erste Wettkampf fand 1767 zwischen norwegischen und schwedischen Soldaten statt. Aus diesen Wettkämpfen entwickelte sich der Militärpatrouillenlauf, den Mannschaften austrugen und der als Vorläufer des heutigen Biathlon gilt. Die Soldaten liefen damals eine Strecke von rund 30 km und legten nach der Hälfte eine Schussprüfung ab. 1924 wurde der Sport olympische Disziplin.

Warum salzt man Kochwasser?

Sonntag, 12. Oktober 2008

Die meisten Menschen glauben, dass sie beim Kochen Salz ins Essen bringen und so dessen Geschmack verbessern. Auf diesem Weg kommt aber kaum Salz in die Gemüsezellen, im Gegenteil: Das Salz, das wir dem Kochwasser zugeben, dient dazu, den Geschmack im Gemüse zu belassen. Lösungen haben nämlich die Angewohnheit, sich in ihrer Konzentration auszugleichen. Man bezeichnet das als Osmose. Das Salz im Kochwasser verhindert also, dass das Wasser in das Gemüse wandert und die Gewürze des Gemüses, also das Salz sowie andere Mineralien, ins Wasser.

Warum soll man Gartenabfälle nicht im Wald entsorgen?

Donnerstag, 25. September 2008

Gras und Blätter könnte man direkt im Wald oder auf einer Wiese abladen. Das beschädigt jedoch das ökologische Gleichgewicht. Lädt man einen Berg Gras einfach irgendwo ab, können seltene Pflanzen darunter ersticken. Außerdem gelangen beim Verrotten Nährstoffe aus dem Gartenmüll in den Boden, die verstärkt nährstoffliebende Pflanzen wie etwa Brennesseln wachsen lassen. Ursprünglich dort lebende Arten werden so in ihrem Wachstum behindert oder ganz ausgerottet. Die veränderte Pflanzenwelt beeinträchtigt auch die Tierwelt, da sie ursprüngliche Lebensräume und Nahrungsquellen zerstört.

Warum sind Faultiere so faul?

Sonntag, 31. August 2008

Genau genommen ist das Faultier nicht faul, sondern nur sehr energiebewusst. Das Tier hat sich nämlich auf eine Nahrung spezialisiert, die andere Tiere nicht vertragen. Die Bäume, deren Blätter es frisst, schützen sich durch eine giftige Substanz vor Fressfeinden. Der Magen des Faultiers kann dieses schwer verdauliche Grünzeug jedoch gut verwerten. Dummerweise liefert es aber auch nur sehr wenig Energie, weshalb das Tier mit seinen Gewegungen haushalten muss.