Archiv für 'Küchengeschichten'

Zwiebel

Sonntag, 19. Oktober 2008

Die Pflanze ist so alt und so weit verbreitet, dass man ihre Herkunft gar nicht genau feststellen kann. Nachweisbar ist aber, dass sie seit über 5000 Jahren angebaut wird. Bereits die Ägypter verwendeten Zwiebeln als Opfergaben für die Götter. In der Antike galt die Zwiebel als Nahrung der Armen. Doch schon im Mittelalter wurde sie als Gewürz- und Gemüsepflanze hoch geschätzt. Heute findet man unzählige Sorten und Formen. Das Anbauklima bestimmt den Geschmack. Je trockener es ist, desto schärfer schmeckt die Zwiebel.

Walnuss

Dienstag, 7. Oktober 2008

Botanisch gesehen ist sie keine Nuss, sondern eine Steinfrucht. Seit 7.000 v. Chr. lassen sich die essbaren Samen nachweisen. Ursprünglich kam die Walnuss aus Persien. Den Römern galt die Walnuss als Speise ihrer Götter - sie nannten sie anerkennend “Jovis glans”, was so viel bedeutet wie “Eicheln des Jupiter” oder “die königliche Jupiternuss”. Um 800 nach Christus wurde die Walnuss auch nördlich der Alpen bekannt. Das weltweit größte Anbaugebiet für Walnüsse ist der Sonnenstaat Kalifornien an der Westküste der USA.

Kürbis

Sonntag, 28. September 2008

Speisekürbis (Cucurbita) sind gesund und lassen sich sehr vielseitig verarbeiten. Nicht nur das Fruchtfleisch findet als Gemüsezubereitung Verwendung. Aus den Kernen wird ein dunkelgrünes, sehr nussig schmeckendes Öl gewonnen oder sie werden als Zusatz in Müsli- und Knabbermischungen angeboten. Nicht alle Kürbisse sind zum Verzehr geeignet. Wild- und Zierkürbisse enthalten bittere Giftstoffe. Durch ihre Größe können Zier- und Speisekürbis gut unterschieden werden, da Zierkürbisse deutlich kleiner sind.

Quitte

Dienstag, 16. September 2008

Lange Zeit fristete die Quitte ein Nischendasein unter den Obstbäumen. Und das, obwohl sie als schädlingsresistent und ertragssicher gilt. Man kann sie jedoch nicht einfach wie Äpfel vom Baum pflücken und essen. Dazu sind die meisten Sorten viel zu hart und sauer. Quitten müssen erst geschält, gekocht, passiert, gepresst oder geliert werden, bevor man den Geschmack, der zu ihrem wunderbaren Duft gehört, auch schmecken kann.

Auberginen

Sonntag, 7. September 2008

Gab es bei uns in der letzten Woche - war aber nicht so ganz der Bringer. Wie heißt es doch noch so schön: Was der Bauer nicht kennt, dass fr…. er nicht!!!!!!

In Indien und China ist die Gemüsefrucht schon seit Jahrtausenden bekannt. Die Ur-Aubergine war gelb oder weiß und etwa so groß wie ein Hühnerei. Die Tatsache war ausschlaggebend für die Bezeichnung Eierfrucht, die noch immer gelegentlich verwendet wird. Heute sind Auberginen in den unterschiedlichsten Farben und Formen erhältlich. Obwohl sie in Europa seit dem 13. Jahrhundert kultiviert wird, gilt sie in unseren Breiten als ein eher exotisches Gemüse. Die Aubergine ist ein Nachtschattengewächs wie die Kartoffel oder Tomate.

Zitrone

Dienstag, 26. August 2008

Die Zitrone ist eines der ältesten kultivierten Obstgewächse. Allerdings kannte man in der Antike nur die Cedrat-Zitrone mit ihrer dicken Schale, die heute zur Herstellung des Zitronats benutzt wird. Erst im Mittelalter wurde die fruchtigere Zitrone, wie wir sie heute kennen, in Europa heimisch. Die Blüten des süß duftenden Zitronenbaums bringen leuchtend gelbe Früchte hervor. Die Zitronenbäume können gleichzeitig Blüten und Früchte tragen. Unter sehr günstigen klimatischen Bedingungen ist drei Mal jährlich Erntezeit.

Karotten

Montag, 18. August 2008

Ob als Brei für Säuglinge, als Nase für Schneemänner, als Gemüsebeilage oder als kleine Knabberei für zwischendurch - die Karotte begleitet uns von Kindesbeinen an. Sie ist unter mehreren Namen bekannt, doch unter Möhre, Karotte oder Gelbe Rübe verbirgt sich immer das gleiche Wurzelgemüse. Trotzdem ist Karotte nicht gleich Karotte und Möhre nicht gleich Möhre. Es gibt inzwischen rund 500 Unterarten der Karotte. Zu nennen sind da etwa die kleinen runden “Pariser Karotten”, die man aus Konservendosen kennt, es gibt aber auch weiße und sogar schwarze Karotten. Diese findet man jedoch nur höchst selten.

Feige

Dienstag, 5. August 2008

Ich kannte Feigen bisher nur getrocknet und dann auch meist nur zur Weihnachtszeit. Besonders gerne möchte ich die nie. Neulich habe ich nun zum ersten mal frische Feigen gegessen und war total überrascht, wie lecker die sind.

Der Feigenbaum, der eine unserer ältesten Kulturpflanzen ist, trägt bis zu dreimal im Jahr Früchte und symbolisiert Fruchtbarkeit und Überfluss. Er ist vielen Völkern heilig. Unter einem Feigenbaum soll beispielsweise Buddha seine Erleuchtung erlangt haben. Vor der Reife sind die Früchte mit einem ungenießbaren Saft gefüllt. Ausgereift schmilzt die süße Frucht fast auf der Zunge. Getrocknet sind sie durch ihren hohen Zuckergehalt gute Energielieferanten.

Bohnen

Sonntag, 27. Juli 2008

Als Kind konnte ich Bohnen nicht ausstehen. Meine Mutter erzählt heute noch, dass ich beim Gang durch den Gemüsegarten beim Bohnenacker mir jedesmal Mund und Nase zugehalten habe, weil ich Bohnen so “ekelig” fand. Das hat sich allerdings im Laufe der Jahre geändert. Heute esse ich Bohnen eigentlich ganz gerne. Nicht so gut schmecken mir dicke Bohnen oder die roten Kidneybohnen, aber grüne Bohnen und auch Bohnensalat mag ich. Hier nun ein wenig Wissenswertes zu den Bohnen:

Die Bohne gehört zu der Familie der Hülsenfrüchte, den Leguminosen. Verwirrend ist allerdings, dass man mit dem Namen Bohne nicht nur die Pflanze, sondern auch die Hülse bzw. Schote und auch die Samen bezeichnet. Sie zählt zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt und ist heute in allen Regionen mit mittlerem bis tropischem Klima beheimatet. In der Antike war die Bohne ein wesentlicher Bestandteil der Ernährung. Auch heute sollte die Bohne im Speiseplan wieder mehr auftauchen, denn sie ist ein wichtiger pflanzlicher Eiweißlieferant und enthält viele Mineralstoffe.

Fenchel

Mittwoch, 16. Juli 2008

Ich kannte Fenchel bisher eigentlich nur in Form von Tee, mit denen ich früher mal meine Kinder beruhigt habe. In letzter Zeit habe ich öfter mal gelesen, dass man Fenchel auch den Tieren (Degus) geben könne und habe mich darum mal ein bisschen mehr mit diesem Gemüse beschäftigt.

Bereits im Altertum setzten Chinesen und Inder die Samen und Wurzeln des Fenchels gegen 22 Krankheiten ein - das soll nicht nur bei Darm- und Augenleiden, sondern auch bei Tollwut geholfen haben. Fenchelsamen, ins Schlüsselloch gelegt, schützt zudem vor bösen Geistern. :-) Dass die Inhaltsstoffe des Fenchels Linderung bei Erkältungen und Magen-Darm-Beschwerden bringen, ist heute anerkannt. Es lohnt sich, Fenchel einmal zu probieren - sei es mit Parmesan überbacken oder in Butter gedünstet. Roh gibt er Salaten eine unerwartet frische Note.