Archiv für 'Küchengeschichten'

Rhabarber

Sonntag, 22. März 2009

Rhabarber kommt ursprünglich aus Ostasien und ist botanisch betrachtet ein Gemüse. In China war seine Heilwirkung bereits vor über 3000 Jahren bekannt. Damals verwendete man jedoch nicht die Stangen, sondern die Wurzeln der Pflanze, die besonders für ihre abführende Wirkung geschätzt wurde. Ab Ende Juni sollte man keinen Rharbarber mehr ernten, da mit dem Alter der Oxalsäuregehalt steigt und die Pflanze Zeit braucht, um neue Kraft für das nächste Jahr zu sammeln. Rhabarber wirkt entwässernd, stärkt Herz und Kreislauf und fördert die Verdauung.

Kokosnuss

Sonntag, 1. März 2009

Die genaue Herkunft der Kokosnuss ist schwer nachvollziehbar, da die Frucht über das Meer an immer neue Strände treiben kann, wo sie dann mit etwas Glück zu einer neuen Palme heranwächst. Die Bezeichnung Nuss ist allerdings verwirrend, denn es handelt sich in Wirklichkeit um eine Steinfrucht. Die uns bekannte zottig braune Nuss ist eigentlich von einer grünen Schale umgeben, die vor dem Transport aber entfernt wird. Im Inneren dieses “Steins” befindet sich das wohlschmeckende, weiße Fruchtfleisch und das Fruchtwasser, das bei einer frischen Frucht bis zu einem Liter betragen kann. Es ist steril, weshalb es in Asien als Trinkwasser-Ersatz sehr geschätzt wird.

Kaffee

Sonntag, 18. Januar 2009

Ursprünglich kommt der Kaffeebaum aus Äthopien. In der Provinz Kaffa sollen Hirten ihn entdeckt haben, als sie Ziegen beobachteten, die bis in die Nacht hinein munter über die Wiesen sprangen, nachdem sie an einem bestimmten Baum geknabbert hatten. Bereits im 11. Jahrhundert wurden im Jemen erste Kaffeepflänzchen kultiviert. Nach Europa gelangte der Kaffee erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts, heute ist er auf dem Weltmarkt nach Öl der wichtigste Rohstoff. Und so verschieden die Kulturen sind, in denen er getrunken wird, so verschieden ist auch seine Zubereitung.

Dinkel

Dienstag, 30. Dezember 2008

Dinkel sträubt sich gegen die Vereinnahmung durch die moderne Landwirtschaft. Im Vergleich zu anderen Getreidearten ist die Dinkelernte nicht sehr groß. Dafür begnügt sich das Korn mit kargen Böden und kühlerem Klima. Bei Dinkel kann das Korn nicht durch das Dreschen aus der Hülle gelöst werden, es muss in einem aufwändigen weiteren Arbeitsgang entspelzt werden. Folglich sind Dinkelprodukte teuer. Dinkelmehl eignet sich gut zum backen, ist reicher an Kieselsäure, Vitaminen und Mineralstoffen als Weizenmehl.

Grapefruit

Sonntag, 21. Dezember 2008

Das ist eine Frucht, die ich überhaupt nicht mag. Mir ist diese Frucht einfach zu bitter. Trotzdem gibt es über sie Interessantes zu berichten.

Die Grapefruit ist vermutlich eine Kreuzung zwischen Orange und Pampelmuse. Man unterscheidet weiße und rote Sorten, wobei sich die rotfleischige Frucht durch einen milderen, weniger herben Geschmack auszeichnet. Ursprünglich 1750 in Barbardos entdeckt, sind heutige Hauptanbaugebiete die USA, sowie Israel und Zypern. Darüber hinaus werden Grapefruits im gesamten Mittelmeerraum, Südafrika und Südamerika kultiviert. Grapefruits können entweder roh gegessen oder ausgepresst als Saft getrunken werden.

Der Mohn

Dienstag, 9. Dezember 2008

Als Gewürz und zur Ölgewinnung wurde der Mohn seit prähistorischer Zeit angebaut. Doch so harmlos sich der blaukörnige Gewürzmohn in einer kleinen Mohnschnecke auch gibt, einige Sorten der Pflanze können viel krimminelles Potenzial wecken. Der Anbau des Schlafmohns ist streng reglementiert und fällt unter das Betäubungsmittelgesetz. Auch die rote Klatschmohnblüte ist mit dem Hauch des Todes behaftet. In Großbritannien steht sie symbolisch für das Gedenken an die Toten der Weltkriege.

Mandeln

Sonntag, 30. November 2008

Es ist wieder so weit, wir sind in der Zeit von “Äpfel, Nüss’ und Mandelkern”. Über den Apfel habe ich neulich schon geschrieben, heute sind die Mandeln dran.

Die Wiege des Mandelbaums stand einst in Ostasien. Bereits im Altertum gelangte die Pflanze mit den wohlschmeckenden Nüssen dann durch die Griechen nach Europa. Es gibt zwar viele verschiedene Mandelsorten, bei uns teilt man sie aber nur in Süß- und Bittermandeln ein. Die Mandeln, die wir beim Kochen und Backen, im Studentenfutter oder mit Zucker gebrannt schätzen, sind ausschließlich Süßmandeln. Dass wir die Bittermandel kaum kennen, liegt daran, dass wir die Nüsse hier fast nirgends zu kaufen bekommen. Roh sind sie allerdings auch gar nicht zu empfehlen, denn sie enthalten große Mengen an Amygdalin, das bei der Verdauung in Blausäure umgewandelt wird.

Apfel

Mittwoch, 19. November 2008

Eine meiner Lieblingsobstsorten ist der Apfel Wie heißt es doch so schön: Ein Apfel pro Tag erspart den Arzt.

Apfelbäume sind eines der wichtigsten Obstgewächse. Heute werden sie meist in Plantagen angebaut. Ein Apfelbäumchen zu pflanzen bedeutet seit Luther, ein Zeichen der Hoffnung zu setzen. Zum Apfel gehört auch untrennbar eine Frau - Eva. Die verbotene Frucht weckte Evas Begehren, und so verführte sie Adam, ebenfalls davon zu kosten. Der Preis dafür ist der Verstoß aus dem Paradies. Äpfel gelten als äußerst gesund. Wo früher zu Apfelumschlägen geraten wurde, ist heute der Apfelessig en vogue.

Rotkohl

Sonntag, 9. November 2008

In der letzten Woche war ich mit meiner Kindergruppe bei Claudia Lüke im Atelier und sie hat mit den Kindern aus Naturmaterialien (Paprika, Brennesseln, Rosen u.a.) Farben hergestellt. Dabei stellte sich dann heraus, dass die Farbe vom ROTkohl BLAU wird. Grund für mich, mich mal ein wenig mehr mit dieser Kohlsorte zu beschäftigen.

Rotkohl, auch Blaukraut genannt, ist eines der wenigen Gemüse, die man auch im Winter frisch bekommt. Dass diese Kohlart unterschiedliche Namen trägt, hängt mit der Farbe zusammen. Vielleicht haben einige von Euch schon im Schulunterricht mit den Kraut experimentiert: Gibt man Säure darüber, färbt es sich rot; Basen hingegen, wie Haushaltsnatron färben den Kohl blau. Der Rotkohl scheint wie alle anderen Kohlarten ursprünglich in Kleinasien beheimat gewesen zu sein und war schon bei den alten Griechen und Römern beliebt. Bei uns findet man ihn hauptsächlich als Beilage zu Wintergerichten.

Maronen

Dienstag, 28. Oktober 2008

Vor Jahren habe ich mir einmal auf einem Weihnachtsmarkt heiße Maronen gekauft und möchte sie überhaupt nicht. Deshalb war ich auch sehr skeptisch, als bei unserem Besuch zum Bibelmuseum alle diese Esskastanien aufsammelten und aßen. Schließlich habe ich dann doch probiert und fand sie so - ungeröstet - viel leckerer. Nur die Pullerei nervt etwas. Die äußere Schale lässt sich leicht entfernen, die dünne Haut um den Kern herum allerdings geht sehr schwer ab. Und mitessen ist nicht so gut, sie schmeckt leicht bitter und man bekommt davon einen komischen Geschmack im Mund.

Maronen sind die Früchte der aus Kleinasien stammenden Edel- oder Esskastanie, die zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt zählt. In den Mittelmeerländern waren Maronen früher ein wichtiges Grundnahrungsmittel, sie galten als das Brot des kleinen Mannes; in einigen Gegenden war es Armen erlaubt, auf öffentlichem Grund Esskastanien zu pflanzen und die Früchte zu ernten. Heute gelten Maronen bei vielen als Delikatesse.