Archiv für März 2009

Katastrophe

Sonntag, 15. März 2009

“Bin ich ein Mann? Und ist ein Mann nicht dumm? Also hab’ ich geheiratet: Frau, Kinder - die ganze Katastrophe!”, meinte einst Alexis Sorbas in dem gleichnamigen Kultfilm von Michael Cacoyannis. Für den Lebenskünstler Sorbas war Heirat eine eindeutige Veränderung zum Schlechten, ein Unglück. Das aus dem griechischen stammende Fremdwort besteht aus “Kata”, “gegen” und “strephein”, “drehen”, was zusammen eine Wende in gegenläufiger Richtung ergibt. Ursprünglich stammt das Wort aus der Theatersprache und war ein Fachbegriff für die entscheidende Wendung am Ende eines Dramas.

Wenn Frauen mehr verdienen …

Sonntag, 15. März 2009

… kann das bei ihren Männern ganz schön aufs Selbstbewusstsein schlagen. Zumal es sich bei diesen Damen gleich um Millionenbeträge handelt - jedes Jahr! Lest mal, wie Brad Pitt, Seal und die anderen Jungs so damit klar kommen.

Latino-Power

Jennifer Lopez - 7 Mio. / Marc Anthony - 4 Mio.

Sicher sah es auf dem Konto von Amerikas Vorzeige-Pärchen schon mal etwas besser aus. Seit der Geburt ihrer Zwillinge vor einem Jahr tritt J.Lo beruflich nämlich etwas kürzer - und lebt hauptsächlich von den Tantiemen ihrer früheren CDs. Trotzdem verdient die Sängerin damit noch immer fast doppelt so viel wie ihr ebenfalls singender Ehemann Marc Anthony. Angeblich hat der damit so arge Probleme, dass es in letzter Zeit immer wieder Trennungsgerüchte gibt.

Wahre Größe

Heidi Klum - 14 Mio. / Seal 1,5 Mio.

Da tut unsere Heidi schon alles, um die Musik ihres Göttergatten Seal unters Volk zu bringen, und dann hinkt er trotz Gesangseinlagen bei “Germany’s Next Topmodel” und der Show von Victoria’s Secret um schlappe 12,5 Millionen hinterher. Ihn scheint das nicht zu stören und Werbe-Ikone Heidi offenbar auch nicht. Hat sie ihn doch nach eigener Aussage nicht wegen seines dicken Bankkontos ausgewählt, sondern aufgrund von Vorzügen, die frühestens in Badehosen sichtbar werden.

Mr & Mrs Perfect

Angelina Jolie 18 Mio / Brad Pitt 16 Mio.

Kaum zu glauben, dass Brad und Angelina überhaupt arbeiten - so oft wie sich die beiden beim Spielen mit ihren sechs Sprösslingen zeigen. Allerdings wollen die Millionenvilla in Südfrankreich und die sechs Nannys ja auch bezahlt werden. Und wenn Angie schlau ist, dann spart sie etwas von ihren Millionen, falls Brad irgendwann doch keine Lust mehr auf Großfamilie hat …

Pure Harmonie

Jennifer Garner - 7,5 Mio. / Ben Affleck - 7 Mio.

Kein Streit, keine Skandale - im Hause Affleck/Garner herrscht scheinbar pure Harmonie. Klar, über Geld muss sich das Paar angesichts fast identischer Einkommensverhältnisse jedenfalls nicht streiten. Davon haben sie beide genug. Und auch in Sachen Erfolg - oder besser gesagt Misserfolg - steht sich das Schauspieler-Paar in nichts nach. Meist hagelt es für ihre Filme nämlich mehr Tadel als Lob. Dann darf ganz doll getröstet und gekuschelt werden.

Herr im Haus

Nicole Kidman - 13 Mio. / Keith Urban - 12 Mio.

Bei uns in Germany ist Keith Urban vor allem als Ehemann mit Alkoholproblem von Hollywood-Ikone Nicole Kidman bekannt. In den USA hingegen füllt der Country-Sänger riesige Hallen und verkauft Millionen von CDs. Das er damit jährlich eine Million weniger nach Hause bringt, kratzt den Frauenschwarm allerdings wenig. Sagt man doch, dass er in der Beziehung die Hosen anhat - und Nicole ihm jeden Wunsch von den Augen abliest …

Aus Liebe zur Kunst

Gwyneth Paltrow - 18 Mio. / Chris Martin 1 Mio.

So ist es halt, wenn man mit einem Musiker liiert ist. Während er an seinen Liedern bastelt, bringt sie das Geld nach Hause. Nicht anders läuft es beim Ehepaar Martin/ Paltrow. Mit Filmen wie “Iron Man” sorgt die süße Gwyneth gerade für den Unterhalt der 4-köpfigen Familie. Coldplay-Frontmann Chris Martin revanchiert sich mit diversen Nummer-1-Hits.

Kosten & Nutzen

Sarah Jessica Parker - 18 Mio. / Matthew Broderick - 3 Mio.

Irgendwie schien sich Ex-Teenie-Idol Matthew Broderick mit seiner Rolle als etwas langweiliges Accessoire an der Seite von Serienstar Sarah Jessica Parker abgefunden zu haben. Der Schauspieler lebte seine Männlichkeit lieber im Verborgenen aus - leider auch immer seltener mit seiner Frau, dafür um so öfter mit seiner Geliebten. Doch Sarah verzieh ihm. Angeblich auch, um ihn nach elf Jahren Ehe nicht auszahlen zu müssen …

Mitgliederversammlung beim Sportverein

Freitag, 13. März 2009

Heute abend war Mitgliederversammlung von meinem Sportverein. Nachdem ich mich in den letzten Jahren immer wieder davor gedrückt habe, hatte ich mich in dem Jahr dazu entschlossen, mal wieder hinzugehen. Allein schon deshalb, weil ich weiß, wie das ist, wenn man eine Mitgliederversammlung einberuft und es kommt keiner. Das ist bei uns im Kinderschutzbund an der Tagesordnung. Wenn wir Glück haben, kommen mal ein oder zwei Mitglieder, das ist dann aber schon Luxus.

Nun ja, ich denke prozentual gesehen, war das heute auch nicht viel besser. Von über 1500 Mitgliedern waren ca. 45 Personen anwesend. Gut, es ist ja auch wirklich immer wieder langamtig, wenn man sich nicht so wirklich interessiert. Die ganzen Zahlen, die da verlesen werden, das kann man doch gar nicht behalten. Zum Glück war heute alles schnell vorbei. Nach 45 Minuten war die Mitgliederversammlung vorbei.

Interessant war auch eigentlich nur unter Verschiedenes, dass Inge (unsere Trainerin), berichtete, dass neue Übungsleiterinnen gefunden worden sind. Wenn jetzt mal eine der Trainerinnen ausfällt, kann schneller für Ersatz gesorgt werden. Will nur hoffen, dass Inge uns eine Vertreterin schickt, die ein bisschen auf uns “Senioren” eingeht. Wir hatten mal eine, da standen wir alle kurz vor einem Herzinfarkt.

Im nächsten Jahr wird die Mitgliederversammlung dann wieder länger dauern, weil gewählt werden muss. Sicherlich noch ein schwieriges Unterfangen, weil so gut wie keine Bewerber für die Vorstandsposten zur Verfügung stehen. Auch hier zeigt es sich, kontinuierliche ehrenamtliche Arbeit, das macht keiner mehr.

12.03.1999

Freitag, 13. März 2009

Vor zehn Jahren, am 12.3.1999, starb die brasilianische Opernsängerin Bidu Saya in Lincolnville, Maine. Am 11.5.1902 in Niteroi geboren, begann sie ihr Studium mit vierzehn Jahren in Rio de Janeiro. 1926 erfogte ihr Bühnendebüt am Teatro Costanzi in Rom, als Rosina im “Barbier von Sevilla”. Ihre ersten Erfolge hatte sie an Opernbühnen in Italien, in Südamerika und Frankreich. An der Metropolitan Oper sang sie in zwölf Rollen in 155 Vorstellungen und gastierte an führenden Opernhäusern in Nord- und Südamerika. Sie zeichnete sich als lyrische Sopranistin und Interpretin des spanischen und des französischen Liedes aus.

Entsetzen um das Drama von Winnenden

Freitag, 13. März 2009

Wieder ist gestern ein Amokläufer in eine Schule gestürmt und hat dort wie wild um sich geschossen. Was geht in so einem jungen Menschen vor, der wahllos auf andere Menschen schießt? Schon kommen wieder die Diskussionen um die gefährlichen Computerspiele auf, oder - wie machen wir die Schulen sicher? Betreten nur noch mit einer Chipkarte möglich, war eine der Ideen, von der ich heute gelesen habe.

Für mich bedeutet diese Tat auch das Ende einen langen Leidensweges, ich möchte die Tat in keinster Weise entschuldigen oder den Täter gar in Schutz nehmen, aber ich bin immer mehr der Meinung, wir müssen uns viel mehr um unsere Kinder- und Jugendlichen kümmern. Wir müssen für sie da sein, wir müssen ihnen zuhören und sie nicht so früh sich selbst überlassen. Es ist doch heute so, das Kinder immer früher “erwachsen” werden. Zu Zeiten, in denen ich früher noch mit Puppen spielte, werden die Mädchen heut zu Tage schon Mutter. Vielleicht etwas überspitzt, aber nicht all zu weit von der Wirklichkeit entfernt.

Sind unsere Kinder mit 12, 13, 14 Jahren wirklich schon so weit, dass sie uns Erwachsene nicht mehr brauchen, dass man sie sich selbst überlassen kann. Ich finde nicht. Sie brauchen Menschen, die für sie da sind, die ihnen zuhören, die sich um sie sorgen und sich um sie kümmern.

Wir können sie nicht einfach nur wachsen, nur groß werden lassen. Es reicht nicht, ihnen die nötigen Voraussetzungen wie Essen, Kleidung, Spielzeug, Lernmaterial zu geben. Sie brauchen Wurzeln, um zu wachsen. Wurzeln geben ihnen Halt, und diese Wurzeln können nur wir ihnen geben.

Meine Gedanken sind bei den Eltern, deren Kinder durch diesen Amokläufer getötet wurden und ich bete für sie, diesen Schmerz auszuhalten. Uns allen möchte ich aber sagen, seit wachsam, wenn unsere Jugendlichen was sagen , hört ihnen zu, nehmt sie ernst - aber gebt ihnen vor allem die Wurzeln, die ihnen Halt geben.

” … in die weite Welt hinein”

Mittwoch, 11. März 2009

Ich mag Bücher … weil ich nun mal nicht dumm sterben will.

Ob und was ich jetzt alledings bei diesem Buch von Michael Klaus gelernt habe, weiß ich auch noch nicht so genau.

Wäre Michael Klaus in Brilon-Wald geblieben, wo er 1952 geboren wurde, säße er später auf dem Dach seines Elternhauses “und würde schreien und mit Steinen schmeißen”. Stattdessen wuchs Michael Klaus im Ruhrgebiet auf und erlernte das ironisch gebrochene Lebensgefühl von der Pike auf. Mit der in diesem Band zusammengestellten Kurzprosa erzählt der virtuose Satiriker Michael Klaus nach Jahrzehnten geordnet von seiner Kindheit und Jugend, von den Abgründen des Alltags in Gelsenkirchen und von jenem merkwürdig schrägem Lebensgefühl, das die verlässlichste Konstante im Ruhrgebiet zu sein scheint. Michael Klaus’ Miniaturen sind vertrackte Urlaubsgrüße aus dem Alltag, “Geschenke vom seltsamen Lieblingsonkel” (Süddeutsche Zeitung) - “virtuos verschratet” (DIE ZEIT). Gelsenkirchen ist überall.

Doppelt

Montag, 9. März 2009

von Gisela Solms-Wildenfels.

Nimm niemals eines anderen Gut,

es wird dir nicht bekommen;

denn was du einem anderen nimmst,

wird doppelt dir genommen.

Tulpen

Sonntag, 8. März 2009

Natürlich aus Amsterdam!? Von wegen: Die sinnenfrohe Blume hatte im 16. Jahrhundert ihren Weg zunächst von Konstantinopel nach Wien gefunden. Von dort erst kam sie in die Niederlande, wo sie eine regelrechte “Tulpomanie” auslöste: Zeitweise konnte man für eine einzige Tulpenzwiebel sogar eine zweispännigen Wagen kaufen. Den stolzen Namen Tulpe trägt die Blume, weil sie dem “dulband”, einer spitz nach oben zulaufenden Kopfbedeckung so ähnlich sah, die im Orient einstmal üblich war. Von diesem persischen Wort stammt auch der Turban ab.

Sag zum Abschied leise “Servus”

Sonntag, 8. März 2009

Schiesser, Märklin, Pfaff - immer öfter fallen auch deutsche Traditionsmarken der Finanzkrise zum Opfer. Und wir müssen Abschied nehmen von einem Stück Geborgenheit und guten alten Erinnerungen.

1 Märklin

150 Jahre Erfahrung: vom Blech- zum High-Tech-Spielzeug. Anfang Februar kündigten die Banken die Kreditlinien.

2 Hertie

Eine Warenhauskette vor dem Aus: 19 der 73 Filialien sollen dicht machen, weil der englische Investor in der Krise steckt.

3 SinnLeffers

Die Textilhandelskette hat Insolvenz angemeldet, will sich nun selbst sanieren. 1300 Stellen wurden bereits abgebaut.

4 Schiesser

Beim Wäschelieferanten vom Bodensee (gegründet 1875) stehen 2300 Arbeitsplätze auf dem Spiel.

5 Wolf

Insolvenz im Westerwald: Der Gartengerätehersteller sucht jetzt einen Investor.

6 Junghans

Junghans verbinden wir mit Schwarzwald. Stimmt wieder: Ein Schwarwälder kaufte die Firma von Investoren in Hongkong zurück.

7 Pfaff

Zu Jahesbeginn eröffnete das Amtsgericht das Insolvenzverfahren über den Nähmaschinenhersteller - das zweite Mal seit 1999.

8 Rosenthal

Der Porzellanhersteller kam durch die Insolvenz seiner irischen Konzernmutter in die roten Zahlen. Betroffen: 1545 Mitarbeiter.

07.03.1999

Sonntag, 8. März 2009

Vor 10 Jahren, am 7.3.1999, starb der amerikanische Filmregisseur, Produzent und Drehbuchautor Stanley Kubrick in St. Albans bei London. Er wurde am 26.7.1928 in New York geboren. Mit “Wege zum Ruhm” gelang ihm der Durchbruch. Die Hauptthemen seiner Filme sind die Unnahbarkeit der Realität und das Scheitern der Menschlichkeit. Der als Perfektionist berüchtigte Regisseur entwickelte eine typische, eigene Technik der langen Einstellung. Filme: Spartacus; Lolita; Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben; 2001: Odyssee im Weltraum; Uhrwerk Orange u.a.m.