“Ungeduld des Herzens”

18. März 2009

Ich mag Bücher … weil sie mich manchmal wegen ihrer grandiosen Sprache fazinieren, wie bei diesem Roman von Stefan Zweig.

Kurzbeschreibung des Buches:

Der in einem langweiligen ungarischen Garnisionsstädtchen stationierte Leutnant Anton Hofmiller erhält eine Einladung in das Schloß des ungarischen Magnaten Lajos von Kekesfalva. Dessen gelähmte Tochter Edith verliebt sich in den jungen Offizier, Hofmiller aber empfindet nur Mitleid für das “arme Kind”. Darum und aus Feigheit verschweigt er Edith seine wahren Gefühle, macht der Unheilbaren Hoffnung auf eine baldige Genesung, verlobt sich sogar mit ihr, steht aber in der Öffentlichkeit aus Angst vor Spott und Verachtung nicht zu seiner Verbindung mit der Gelähmten. Als diese seinen Verrat durchschaut, nimmt sie sich das Leben. Hofmiller flüchtet in den kurz darauf ausbrechenden Weltkrieg, wie ein Verbrecher ins Dunkel und kehrt als ein Held zurück.

In diesem einzigen Roman von Stefan Zweig beherrscht er die Sprache, wie ich es bisher nur bei wenigen Literaten gelesen habe. Das Buch zeigt die Tücken der menschlichen Seele ebenso wie die verschiedenen Arten des Mitleids. Eigentlich erreicht der Leutnant mit seinem unaufrichtigen Mitleid genau das Gegenteil von dem, was er beabsichtigt.

Vom sprachlichen her wirklich eins der besten Bücher, das ich gelesen habe.

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