Archiv für den 13. März 2009

Mitgliederversammlung beim Sportverein

Freitag, 13. März 2009

Heute abend war Mitgliederversammlung von meinem Sportverein. Nachdem ich mich in den letzten Jahren immer wieder davor gedrückt habe, hatte ich mich in dem Jahr dazu entschlossen, mal wieder hinzugehen. Allein schon deshalb, weil ich weiß, wie das ist, wenn man eine Mitgliederversammlung einberuft und es kommt keiner. Das ist bei uns im Kinderschutzbund an der Tagesordnung. Wenn wir Glück haben, kommen mal ein oder zwei Mitglieder, das ist dann aber schon Luxus.

Nun ja, ich denke prozentual gesehen, war das heute auch nicht viel besser. Von über 1500 Mitgliedern waren ca. 45 Personen anwesend. Gut, es ist ja auch wirklich immer wieder langamtig, wenn man sich nicht so wirklich interessiert. Die ganzen Zahlen, die da verlesen werden, das kann man doch gar nicht behalten. Zum Glück war heute alles schnell vorbei. Nach 45 Minuten war die Mitgliederversammlung vorbei.

Interessant war auch eigentlich nur unter Verschiedenes, dass Inge (unsere Trainerin), berichtete, dass neue Übungsleiterinnen gefunden worden sind. Wenn jetzt mal eine der Trainerinnen ausfällt, kann schneller für Ersatz gesorgt werden. Will nur hoffen, dass Inge uns eine Vertreterin schickt, die ein bisschen auf uns “Senioren” eingeht. Wir hatten mal eine, da standen wir alle kurz vor einem Herzinfarkt.

Im nächsten Jahr wird die Mitgliederversammlung dann wieder länger dauern, weil gewählt werden muss. Sicherlich noch ein schwieriges Unterfangen, weil so gut wie keine Bewerber für die Vorstandsposten zur Verfügung stehen. Auch hier zeigt es sich, kontinuierliche ehrenamtliche Arbeit, das macht keiner mehr.

12.03.1999

Freitag, 13. März 2009

Vor zehn Jahren, am 12.3.1999, starb die brasilianische Opernsängerin Bidu Saya in Lincolnville, Maine. Am 11.5.1902 in Niteroi geboren, begann sie ihr Studium mit vierzehn Jahren in Rio de Janeiro. 1926 erfogte ihr Bühnendebüt am Teatro Costanzi in Rom, als Rosina im “Barbier von Sevilla”. Ihre ersten Erfolge hatte sie an Opernbühnen in Italien, in Südamerika und Frankreich. An der Metropolitan Oper sang sie in zwölf Rollen in 155 Vorstellungen und gastierte an führenden Opernhäusern in Nord- und Südamerika. Sie zeichnete sich als lyrische Sopranistin und Interpretin des spanischen und des französischen Liedes aus.

Entsetzen um das Drama von Winnenden

Freitag, 13. März 2009

Wieder ist gestern ein Amokläufer in eine Schule gestürmt und hat dort wie wild um sich geschossen. Was geht in so einem jungen Menschen vor, der wahllos auf andere Menschen schießt? Schon kommen wieder die Diskussionen um die gefährlichen Computerspiele auf, oder - wie machen wir die Schulen sicher? Betreten nur noch mit einer Chipkarte möglich, war eine der Ideen, von der ich heute gelesen habe.

Für mich bedeutet diese Tat auch das Ende einen langen Leidensweges, ich möchte die Tat in keinster Weise entschuldigen oder den Täter gar in Schutz nehmen, aber ich bin immer mehr der Meinung, wir müssen uns viel mehr um unsere Kinder- und Jugendlichen kümmern. Wir müssen für sie da sein, wir müssen ihnen zuhören und sie nicht so früh sich selbst überlassen. Es ist doch heute so, das Kinder immer früher “erwachsen” werden. Zu Zeiten, in denen ich früher noch mit Puppen spielte, werden die Mädchen heut zu Tage schon Mutter. Vielleicht etwas überspitzt, aber nicht all zu weit von der Wirklichkeit entfernt.

Sind unsere Kinder mit 12, 13, 14 Jahren wirklich schon so weit, dass sie uns Erwachsene nicht mehr brauchen, dass man sie sich selbst überlassen kann. Ich finde nicht. Sie brauchen Menschen, die für sie da sind, die ihnen zuhören, die sich um sie sorgen und sich um sie kümmern.

Wir können sie nicht einfach nur wachsen, nur groß werden lassen. Es reicht nicht, ihnen die nötigen Voraussetzungen wie Essen, Kleidung, Spielzeug, Lernmaterial zu geben. Sie brauchen Wurzeln, um zu wachsen. Wurzeln geben ihnen Halt, und diese Wurzeln können nur wir ihnen geben.

Meine Gedanken sind bei den Eltern, deren Kinder durch diesen Amokläufer getötet wurden und ich bete für sie, diesen Schmerz auszuhalten. Uns allen möchte ich aber sagen, seit wachsam, wenn unsere Jugendlichen was sagen , hört ihnen zu, nehmt sie ernst - aber gebt ihnen vor allem die Wurzeln, die ihnen Halt geben.