Ich trau auf deine Hand

9. Februar 2009

Es gibt ja so Tage, da klappt irgendwie nichts so richtig und das macht dann schlechte Laune. Bei mir begann der Tag heute so. Zuerst , beim Aufstehen, die kalte Wohnung, denn seit gestern nachmittag funktionierte unsere Heizung nicht mehr. War das gestern beim Tatort noch lustig, mit Bett- und Wolldecken vor dem Fernseher zu sitzen, so nervte die Kälte heute morgen beim Frühstück dann doch. Als nächstes fiel mir dann ein Informationsflyer von der Pinwand so hinter die Eckbank, das ich sie halb auseinander nehmen musste, um ihn wieder zu bekommen. Beim Spülmaschine ausräumen bemerkte ich zu spät, dass sich ein Behälter gedreht hatte und nun voll Wasser war. Schwungvoll nahm ich ihn heraus und schon schwamm die halbe Küche. Sicher - alles nur Kleinigkeiten, aber wenn man nicht ganz so gut drauf ist, dann nervt das halt.

Immer wieder tröstlich für mich - wenn es mir mal nicht so gut geht - ist der Gedanke, dass da einer ist, der mich nie allein lässt und mich aus jeder noch so unerquicklichen Lage wieder herausholt. Der Glaube an Gott hat mir schon weit aus schwieriger Situationen erträglich gemacht.

Darum gefällt mir auch die Aphorisme von Annette v. Droste-Hülshoff so gut, sie ist fast wie ein Gebet:

Ich trau auf deine Hand,

dass sie mich wohl behüte,

weil alle deine Güte und

Liebe mir bekannt,

und das ein sichrer Hort

das Unheil von mir wende.

O Herr, in deine Hände!

Dies sei mein letztes Wort.

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