Archiv für Januar 2009

Hört auf die Experten …

Freitag, 30. Januar 2009

Ich weiß nicht, über was ich heute bloggen soll, darum mal wieder ein paar “Expertengespräche”.

“Von Eingriffen in Bauchhöhle, Brustkorb und Gehirn sollte sich die Humanmedizin für alle Zeiten fernhalten.” - Sir John Eric Ericksen, englischer Chirug und leitender Mediziner am Hofe Queen Victoria , 1873.

“Warum zum Teufel sollte jemand jemals einen Computer in seiner Privatwohnung wollen?” - Ken Olson, Präsident, Vorsitzender und Gründer von Digital Equitment Corp, 1977.

“Wer zum Teufel will Schauspieler in Filmen reden hören? Dafür gibts Theater.” - H.M. Warner, Warner Brothers, 1927.

“Diese Beatles … soweit ich sehen kann unterscheiden sie sich von all den anderen Bands nur mit ihren unmöglichen Frisuren. Ich gebe denen maximal ein Jahr.” - NBC Musikkritiker.

“Spätestens 1985 werden Automaten jede Arbeit verrichten können, für die man bisher Menschen brauchte.” - Herbert A. Simon, Carnegie Mellon Universität, 1965.

“Spätestens ab Beginn des nächsten Jahrhunderts (=2000) leben wir in einer absolut papierlosen Gesellschaft.” - Roger Smith, Vorstand General Motors, 1986.

“Molekularbiologie ist eine theoretische Wissenschaft; Man wird nie den Menschen betreffenden praktischen Nutzen daraus ziehen können.” - Frank Mac Farlane Burnet, Nobelpreisträger, Immunologist (1899 - 1985).

Was Menschen für Menschen geschaffen haben

Donnerstag, 29. Januar 2009

Schon vor einiger Zeit habe ich mir dieses Buch von der Bücherbörse mitgebracht und lange lag es ungelesen im Bücherregal. Als ich Weihnachten ein paar ruhige Tage hatte, habe ich es hervorgeholt und wollte nur mal reingucken. Dann hat es mich so faziniert, dass ich es  - fast - nicht mehr aus der Hand legen konnte. Swantje Strieder und Jürgen Strauss, der die Fotos gemacht hat, haben dieses Buch über Karlheinz Böhm zum 20jährigen Bestehen der Hilfsorganisation Menschen für Menschen” herausgebracht. Das war 2001, fast steht schon das 30jährige vor der Tür.

Als Karlheinz Böhm bei Frank Elstner im ZDF seine Wette verlor und als Wetteinsatz versprochen hatte, den Menschen in Äthiopien zu helfen, da glaubten viele, das sein Strohfeuer eines vom Erfolg verwöhnten Schauspielers. Doch das Engament währt bereits 28 Jahre, und es hält an.

Dieses Buch berichtet zum einen hautnah aus dem notleidenden Kontinent Afrika: Karlheinz Böhm bietet dort Hilfe zur Selbsthilfe für fast zwei Millionen Menschen: keine überdimensionierten Großprojekte, sondern gezielte Entwicklung an der Basis. Zum anderen wird von den Spendern erzählt, die sich für die Menschen in Äthopien engagieren und durch vielfältige, phantasievolle und von Herzen kommende Aktivitäten Geld für die Hilfsorganisation Menschen für Menschen sammeln.

1984 hatte die Journalistin Swantje Strieder zum ersten Mal Karlheinz Böhm in Äthopien aufgesucht, um für den Spiegel eine Reportage zu verfassen. Seitdem hat sie die Hilfsprojekte immer wieder besichtigt und darüber berichtet. Sie sah sich Aufforstungen und Öko-Projekte in Dürregebiete an, sprach mit Musterbauern und sesshaft gewordenen Nomaden. Sie feierte mit Frauen und Mädchen die Abschaffung des grausamen Beschneidungsrituals, trank Kaffee mit armen Witwen, die durch einen Kleinkredit zu Unternehmerinnen geworden sind. Sie spielte mit AIDS-Waisen im Kinderheim und besuchte das Mädchen Lettekiros, das Böhm vor vielen Jahren vor dem Hungertod gerettet hatte. Später wurde sie von Karlheinz Böhm und seiner Frau adoptiert. Eine Spende über rund 70 Euro rettete ihr Leben!

Dieses Buch zeigt, wie wichtig und einfallsreich Menschen sind, die für andere spenden. Und es zeigt, dass die Hilfe bei den Hilfsbedürftigen ankommt und wie sie ankommt.

Für mich eines der fazinierensten Bücher, die ich in der letzten Zeit in der Hand hatte. Und es beeinhaltet alles, was für mich wichtig und spannend ist. Die Idee, anderen Menschen zu helfen und das auch in diesem Maße zu schaffen und dann das Land Afrika, der Kontinent, den ich gerne kennen lernen würde.

“Du auf deinem höchsten Dach”

Mittwoch, 28. Januar 2009

Ich mag Bücher … weil sie so schön bunt sind. Ich meine damit natürlich nicht gelb, rot oder blau und auch nicht Bücher mit bunten Bildern. Sondern ich meine die bunte Mischung Menschen, die einem in Büchern begegnen. Besonders in dieser Familienbiografie über Tilly Wedekind und ihren Töchtern von Anatol Regnier begegnen einem eine Menge der unterschiedlichsten Menschen aus dem künstlerischen Bereich.

Als Frank Wedekind am 9. März 1918 im Alter von dreiundfünfzig Jahren stirbt, hinterlässt der provokanteste Dramatiker seiner Zeit eine bildschöne junge Frau und zwei kleine Töchter. Hinter der Schauspielerin Tilly Newes liegen zwölf Jahre kräftezehrenden Zusammenlebens mit einem Mann, dessen erotisches Credo der Realität nicht standhielt. Wedekinds Tod ist bei aller Trauer eine Befreiung. Tilly blüht auf und hat zahlreiche Verehrer. Die Töchter Pamela und Kadidja wachsen hinein in die Künstlerboheme der 20er Jahre. Pamela freundet sich eng mit den Mann-Kindern Erika und Klaus an, vierter im Bunde ist der junge Schauspieler Gustaf Gründgens.

Zum Eklat kommt es, als Pamela den fast dreizig Jahre älteren Dramatiker Carl Sternheim heiratet. Tilly, die immer stärker unter einer manisch-depressiven Erkrankung leidet, beginnt um diese Zeit eine leidenschaftliche Liason mit dem Lyriker Gottfried Benn. 1938 geht Kadidja nach Amerika, Pamela und Tilly bleiben und arrangieren sich mit dem Dritten Reich. Kadidja wird ihnen dies nie verzeihen. Nach ihrer Rückkehr 1949 kommt es zum Bruch.

Anatol Regnier, Enkel von Frank und Tilly Wedekind und Sohn der Wedekind-Tochter Pamela, hat für die vorliegende Biografie erstmals Teile des unter Verschluss gehaltenen Familienarchives ausgewertet. Er zeichnet ein in vielen Zügen unbekanntes Bild von Tilly Wedekind und ihren Töchtern. Ihm gelingt ein faszinierendes Psychogramm dreier Frauen zwischen künstlerischem Anspruch und Lebensangst im Schatten eines großen Schriftstellers.

Er schreibt eine umfangreiche, persönlich gefärbte Familiebiografie, die trotz des nahen Verwandtschaftsgrades die nötige Distanz nicht vermissen lässt. Die Schwierigkeiten der Ehe Tillys mit dem geistig überlegenen Frank Wedekind, die sich nicht zuletzt auch aus dem großen Altersunterschied ergeben, werden eben so wenig verschwiegen, wie die Verfehlungen Pamelas, die Tillys Fehler in ihrer überstürzten Ehe mit Sternheim wiederholt. Ausserdem erhält man interessante Einblicke in die Jugendfreundschaft Pamelas mit den “Mann-Twins” und lernt schließlich auch die zweite Tochter Kadidja, die trotz vielfältiger Talente nie richtig Fuss fassen konnte, kennen. Nicht zuletzt erneut ein examplarisches Beispiel, wie die Zeitläufe des 20. Jahrhunderts Künstlerleben beeinflussten.

Februar 1999

Dienstag, 27. Januar 2009

Vor 10 Jahren, im Februar 1999, starb Karin Waehner in Paris. Die am 12.3. 1926 in Gleiwitz geborene französische Choreografin und Pädagogin deutscher Herkunft, studierte zwischen 1946 und 1949 bei Mary Wigman in Leipzig. Ab 1953 lebte und arbeitete sie in Paris. Sie gehörte zu den Wegbereiterinnen und Leitfiguren des modernen Tanzes in Frankreich. 1958 Gründung des “Ballets Contemporains de Karin Waehner”. Seit 1982 leitete sie Kurse am Conservatoire de La Rochelle.

Brückenbau

Montag, 26. Januar 2009

von Sigrid Mayr-Gruber

Brückenbau

Warum baut ihr Mauern,

um im Schutz zu lauern?

Brücken sollt ihr bauen

offen, voll Vertrauen!

Ins Fettnäpfchen treten

Sonntag, 25. Januar 2009

“Bei dem bist du aber ganz schön ins Fettnäpfchen getreten!” Wer das zu hören bekommt, hat sich gerade (vermutlich unwissentlich) daneben benommen. Die Redensart geht zurück auf eine alte Sitte im Erzgebirge. Dort stelle man in der Nähe der Eingangstür, wo die Eintretenden die Schuhe wechselten, einen Napf mit Schuhfett auf; mit diesem Fett konnte man die nassen Stiefel einreiben. Wenn jemand versehentlich in den Napf trat und deshalb Fettflecke auf dem Boden hinterließ, war man bei der Frau des Hauses natürlich nicht sehr beliebt.

“Ungeliebtes Wunschkind”

Sonntag, 25. Januar 2009

Ich mag Bücher …, obwohl wir auch schon mal verschiedener Meinung sind.

In diesem Buch von Petra Dreyer geht es um ihr behindertes Kind. Mein Sohn wurde vor fast 29 Jahren unter fast den gleichen dramatischen Umständen geboren wie ihr Sohn. Auch wir wussten nicht, wird er ganz gesund oder bleiben durch die schwierige Geburt und die lange Brutkastenzeit Behinderungen zurück. Allerdings habe ich nicht eine Minute den Gedanken gehabt, dieses Kind nicht haben zu wollen. Ich habe es von der ersten Minute an geliebt und hätte es um nichts in der Welt wieder hergeben wollen. Selbst mit der schlimmsten Behinderung nicht. Allerdings haben wir das große Glück gehabt, dass nach anfänglichen Entwicklungsverzögerungen, die innerhalb von 2 Jahren aufgeholt waren, er ganz gesund war.

Doch nun erst einmal zum Buch: Das ersehnte Kind wird unter großen Komplikationen geboren und mit Hilfe der Technik zum Leben gezwungen: Geistig schwer behindert. Wie wird die Mutter damit fertig, dass sie von nun an für ein “solches” Kind dazusein hat.

Zunächst setzen lange Phasen tiefer Verzweiflung ein, unterbrochen von kurzen Hoffnungsschimmern. Wäre es nicht für alle besser, dieses stumpfsinnige Wesen könnte sterben? Äußerlich sieht man ihm nichts an, es ist sogar hübsch, vielleicht bessert sich ja sein Zustand noch, und es wird ganz normal! Irgendwann wird die innere Versteinerung der Mutter durch zaghafte Fragen nach den Möglichkeiten einer gemeinsamen Zukunft ohne Ablehnung und Ausklammerung der Behinderung aufgebrochen. In einer Art Selbstanalyse setzt sie eine Wandlung in Gang, die zu einer inneren Befreiung führt und ihr dadurch die Annahme des Kindes ermöglicht. Es gelingt ihr auch noch ein weiterer Schritt: Sie erkennt, wie sinnlos in diesem Fall für sie selber und für das Kind die quälenden Versuche sind, mit Medikamenten und allen möglichen Therapien den Schaden ungeschehen zu machen. In einem eindringlich beschriebenen Eintscheidungsprozeß kommt sie dahin, die Behinderung ihres Kindes konstruktiv in ihr Leben einzubeziehen und sich von allen illusionären Vorstellungen frei zu machen.

Gerne hätte ich die beiden Dokumentarfilme über Jens gesehen, die wohl schon hin und wieder mal im Fernsehen gelaufen sind. In einem Film ist er 9 Jahre, im zweiten Film dann 16 Jahre alt. So wie ich gelesen habe, äußerten sich die Eltern in beiden Filmen zu den ersten Wochen und Monaten mit ihrem Kind und auch über den Wunsch, der damals aufkam: Dieses Kind möge nicht leben … Auch im Buch liest man von den massiven Schwieigkeiten, die die Situation speziell der Mutter bereitet hat, und vom familiären Hintergrund. Petra Dreyer ist als ältere Schwester eines ebenfalls behinderten Bruders aufgewachsen und musste immer zurückstecken und “funktionieren” - und nun ist sie in diese Rolle zurückgedrängt worden. Sie ist nicht Supermutter eines Superkindes. Sie bezeichnet Jens als schwachsinniges Kind, das nur Arbeit macht, und gerät in Wut und Isolation. Erst langsam beginnt sie sich auf seine Perspektive einzulassen, an die Möglichkeit zu denken, dass auch er in irgendeiner Weise seine Umwelt, seine Situation und seine Schmerzen wahrnehmen kann, und dass sein Schreien die einzige Möglichkeit für ihn ist, Protest einzulegen … Nun gelingt es ihr etwas besser, ihn zu akzeptieren und um sein Wohl zu kämpfen. Es finden sich Ansätze einer Versöhnung mit der Situation in dem Buch, das aber zunächst und über weite Strecken ihren Schmerz und ihre Isolation verdeutlicht.

Ich habe, da der Eintritt in diese Welt bei unseren beiden Söhnen gleichmaßen dramatisch war, das Buch mit Interesse und Spannung gelesen. Zweifellos war es für Petra Dreyer sehr wichtig, ihre Gefühle ordnen und äußern zu können, vielleicht auch, sich in irgendeiner Weise zu rechtfertigen - wieviel das dem Leser “nützt”, ist, wie bei all diesen Erfahrungsberichten, die Frage. Was mich traurig stimmt, ist nicht nur, dass das Leben ihres Kindes und damit der ganzen Familie durch das Geburtsproblem so massiv beeinträchtigt wurde, sondern auch, dass der Prozess, den sie durchmachen musste, offenbar so lang und so schwierig war, dass sie das Wagnis einer zweiten Schwangerschaft nicht auf sich nehmen wollte. Sie hat selbst erlebt, welche Fehler Eltern machen, die neben einem behinderten auch ein nichtbehindertes Kind haben, aber vielleicht hätte sie als Mutter diesen Fehler vermeiden und doch auch noch ein “normales” Familienleben erleben können. Auch würde mich interessieren, wie sie diese Dinge heute sieht, denn dieses Buch endet etwa mit Jens’ zweitem Lebensjahr.

Gläser in die Spülmaschine?

Freitag, 23. Januar 2009

Damit Eure guten Gläser mit der Zeit nicht trübe werden und keinen milchigen Belag bekommen, solltet Ihr sie lieber nicht in der Spülmaschine spülen, auch nicht wenn “spülmaschinengeeignet” draufsteht. Wenn Ihr es trotzdem wagt, dann achtet darauf, dass die Gläser nur im Schonwaschgang und höchstens bei 60 Grad C gespült werden. Eure Bleikristallgläser solltet Ihr jedoch auf gar keinen Fall in die Maschine geben. Spült diese mit handwarmem Wasser und reibt sie hinterher mit einem weichen Lappen und etwas feuchtem Salz ab.

Warum läuft uns bei Kälte die Nase?

Donnerstag, 22. Januar 2009

Gehen wir bei tiefen Temperaturen spazieren, fängt die Nase nach kurzer Zeit an zu tropfen. Das hat nichts mit einer beginnenden Erkältung zu tun. Durch die Kälte wird lediglich die Nasenschleimhaut gereizt - wie bei Staub oder Blütenpollen. Um die Schleimhaut zu schützen, wird ihre Durchblutung gesteigert. Sie schwillt an und produziert mehr Schleim. Normalerweise läuft der Schleim, der den ganzen Tag über entsteht, durch den Rachen ab. In dieser Situation wird aber so viel produziert, das die Nase tropft. Der beste Schutz ist, sich einen Schal um Mund und Nase zu binden.

Die 12 dicksten Diät-Irrtümer

Donnerstag, 22. Januar 2009

Bei Diäten gibt es jede Menge Regeln. Doch einige sind längst überholt, andere schlicht falsch. Ich sage Euch, was wirklich stimmt und was Ihr vergessen könnt.

Habe ich mir natürlich nicht selber ausgedacht, sondern in Zeitschriften oder aus dem Fernsehen erfahren.

1. Dicke leben kürzer

Falsch! Im Gegenteil: Sehr dünne Menschen haben laut Studien die kürzeste Lebenserwartung und das höchste Risiko für Herzkrankheiten. Menschen mit leichtem Übergewicht, also einem Body-Mass-Index (BMI) von 25 bis 30, leben dagegen am längsten. Starkes Übergewicht ist aber dennoch nicht gesund. Es erhöht das Herz-Kreislauf-Risiko, fördert Gelenkbeschwerden und auch Diabestes.

2. Täglich wiegen bringt viel

Eine Waage kann einem die Laune ganz schön verderben. Habt Ihr abgenommen, tut Wiegen gut. Falls plötzlich mehr draufsteht, ist es frustrierend. Treibt Ihr Sport, verändert sich der Körperfettanteil, häufig aber nicht das Gewicht. Besser: mit einem Maßband messen.

3. Fett macht fett

Das stimmt nicht ganz - es kommt auf die Auswahl an. Studien belegen, dass sogenannte Transfettsäuren besonders stark ansetzen. Sie stecken z.B. in Produkten mit gehärteten Fetten und Frittierfett. Besser: pflanzliche Öle (z.B. Olivenöl) verwenden. Sie sind gesünder und halten (in Maßen) schlank.

4. FdH hilft am meisten

“Friss die Hälfte” gehört zwar zu den beliebtesten Diäten, aber leider nicht zu den effektivsten. Im Gegenteil: Sie ist auf Dauer sogar ungesund. Denn neben weniger Fett und Kalorien bekommen wir auch nur die Hälfte an Vitaminen. Und am Essverhalten ändert FdH dauerhaft auch nichts. Essen wir danach normal, ist der Jo-Jo-Effekt programmiert.

5. Ohne Frühstück nimmt man noch schneller ab

Falsch! Der Versicht auf Frühstück hat mehrere Nachteile. 1. Bekommt der Stoffwechsel am Morgen keinen Brennstoff, schaltet er auf Sparflamme. Die Folge: Wir können immer weniger essen und nehmen leichter zu. 2. Wer morgens hungert, bekommt im Laufe des Tages leichter Heißhunger. Und isst am Ende mehr!

6. Spät essen setzt an

Zum Glück nicht! Sonst müssten die Menschen in den Mittelmeerländern auch alle dick sein. Sie essen dort nämlich generell spät. Wichtig ist nur, wie viel Energie Ihr über den gesamten Tag zu Euch nehmt. Für einen ruhigen Schlaf macht es allerdings Sinn, die letzte Mahlzeit etwa zwei Stunden vor dem Zubettgehen zu essen.

7. Rohkost am Abend macht schlank

Falsch! Denn Rohkost und Salat am Abend können vom Körper nicht vollständig verdaut werden, weil die Verdauung schon ziemlich inaktiv ist. Die Ballaststoffe werden also im Darm gelagert und fangen an zu gären. Das kann am nächsten Tag einen ziemlichen Blähbauch zur Folge haben. Der geht zwar auch wieder weg, aber das Gefühl des Abnehmens ist damit dahin. Besser: abends gedünstetes Gemüse essen.

8. Diäten bringen nichts. Sie führen nur zum Jo-Jo-Effekt

Keine Sorge, Jo-Jo ist kein unabwendbares Schicksal. Das hat sogar eine Studie aus Göttingen ergeben. Ideal: Nehmt Euch Zeit zum Abnehmen, und stellt Eure Ernährungs- und Lebensgewohnheiten dauerhaft um.

9. Gene verursachen Übergewicht

Ihr denkt, Ihr könnt nicht abnehmen, weil in Eurer Familie alle dick sind? Das ist so nicht richtig. Fakt ist: Die Veranlagung zu Übergewicht hat zu 50 Prozent genetische Ursachen. Den Rest könnt Ihr aber durch gesunde Ernährung und Sport selbst bestimmen. Und: Die “Dickmachergene” können sich dadurch sogar verändern. Und davon profitieren auch Eure Nachkommen.

10. Wer abnehmen will, sollte wenig Salz essen

Falsch! Salz hat keinen Einfluss auf unseren Stoffwechsel. Deshalb könnt Ihr Euer Essen auch beim Abnehmen salzen, wie es Euch lieb ist - sofern Ihr es vertragt. Allerdings wird durch Salz Wasser im Körper gespeichert. Salzarmes Essen lässt den Körper dagegen Wasser ausscheiden. Ihr verliert Flüssigkeit und damit Gewicht. Großen Einfluss hat es aber nicht.

11. Light macht schlank

Das Problem bei den angeblich leichten Produkten ist: Sie enthalten oft weniger Fett oder Zucker, aber bei gleicher Kalorienmenge. Und: Durch die Fülle an Zusatzstoffen machen sie nicht richtig satt. Der Gedanke an Genuss ohne Reue verleitet uns dazu, mehr zu essen. Und dann ist der Schlank-Effekt dahin.

12. Drei große Mahlzeiten pro Tag sind besser als fünf Kleine

Darüber wird seit Jahren immer wieder heiß diskutiert. Angeblich sollen drei Mahlzeiten dafür sorgen, dass der Blutzuckerspiegel sich durch die längere Esspause wieder erholt. Mit dem Ergebnis: besserer Fettabbau und schnellerer Abnehmerfolg. Fakt ist aber: Was die Häufigkeit der Mahlzeiten oder Verwertung der Nahrung betrifft, gibt es keine eindeutigen Studien oder klaren Regeln. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt daher auch weiterhin fünf kleine Mahlzeiten. Grund: Der Blutzucker sinkt zwischen den einzelnen Mahlzeiten nicht so stark ab. Dadurch kommt weniger Heißhunger auf. Und: Die Lebensmittelauswahl kann bei fünf Mahlzeiten abwechslungsreicher gestaltet werden, z.B. durch Obst oder Gemüse.