Archiv für November 2008

Mandeln

Sonntag, 30. November 2008

Es ist wieder so weit, wir sind in der Zeit von “Äpfel, Nüss’ und Mandelkern”. Über den Apfel habe ich neulich schon geschrieben, heute sind die Mandeln dran.

Die Wiege des Mandelbaums stand einst in Ostasien. Bereits im Altertum gelangte die Pflanze mit den wohlschmeckenden Nüssen dann durch die Griechen nach Europa. Es gibt zwar viele verschiedene Mandelsorten, bei uns teilt man sie aber nur in Süß- und Bittermandeln ein. Die Mandeln, die wir beim Kochen und Backen, im Studentenfutter oder mit Zucker gebrannt schätzen, sind ausschließlich Süßmandeln. Dass wir die Bittermandel kaum kennen, liegt daran, dass wir die Nüsse hier fast nirgends zu kaufen bekommen. Roh sind sie allerdings auch gar nicht zu empfehlen, denn sie enthalten große Mengen an Amygdalin, das bei der Verdauung in Blausäure umgewandelt wird.

Der Zauberer von Oz

Sonntag, 30. November 2008

So hieß der Film heute im Filmcafe am Sonntag.

Ein Wirbelsturm weht die kleine Dorothy eines Tages von der heimatlichen Farm in Kansas hinweg in das wunderbare Land Oz. Dorothy macht sich auf zum Zauberer des Landes, weil sie hofft, er könne sie nach Hause zurückbringen. Auf ihrer abenteuerlichen Reise gewinnt sie eine Vogelscheuche, einen Zinnmann und einen ängstlichen Löwen als Mitstreiter und neue Freunde.

Nach dem klassischen Kinderbuch von Lyman Frank Baum entstanden, wurde das 1939 schon als Farbfilm produzierte Filmmusical auch unter Erwachsenen zum Kultfilm und gilt als einer der besten Filme aller Zeiten. Die 16- jährige Hauptdarstellerin Judy Garland wurde durch den Film weltberühmt und ihr Filmsong “Over the Rainbow” unsterblich. Regie führte Victor Fleming, dem noch im selben Jahr mit “Vom Winde verweht” ein zweiter Welterfolg gelang.

Zu meinen Lieblingsfilmen werden ich diesen sicher nicht zählen. War ganz nett anzusehen, aber ich mag so “unrealistische” Sachen nicht so gerne.

HURRA, ich habe einen neuen Computer !!!!!!!!

Sonntag, 30. November 2008

Zu meinem Geburtstag Anfang November habe ich von meinen Söhnen einen neuen Computer bekommen. Das heißt natürlich, nicht ganz neu, das könnten sich zwei Studenten auch wohl kaum leisten, aber immerhin haben Studenten doch besser Rechner wie die Mutter, die schon seit fast 10 Jahren den Gleichen hat, und aus ausgemusterten Teilen der Söhne gab es für mich einen Neuen. Fertig war er allerdings noch nicht, das sollte in den nächsten Tagen passieren, aber es tat sich nichts. Da nun in den letzten Tagen mein Emailprogramm anfing zu zicken und gestern abend so mehr oder weniger ganz den Geist aufgab, musste was passieren und so wurde heute gesichert, gespeichert und was noch so alles im Vorfeld gemacht werden muss und am Abend war alles fertig. Versprochen wurde mir, dass jetzt alles viel schneller gehen würde. Ich hab’s nicht geglaubt, doch es stimmt. Konnte ich früher erst einmal in Ruhe die Katze füttern, bis der Rechner überhaupt hochgefahren war, dann schon mal Zähne putzen gehen, bis die Emails da waren, so geht es jetzt so schnell, dass ich das gar nicht mitbekomme. Ich sitze noch da und warte, das die aufgerufene Seite kommt, dabei ist sie schon lange da. Alles geht wirklich viel schneller. Was mache ich jetzt nur mit der gewonnenen Zeit, ich bin total begeistert. DANKE JUNGS!!!

Muskelkater nach dem Skifahren?

Samstag, 29. November 2008

Seit Ihr ohne vorbereitende Skigymnastik auf die Piste gegangen? Dann könnt Ihr sicher sein, dass Ihr Muskelkater bekommt. Was könnt Ihr dagegen tun? Am besten ist, die Muskulatur zu schonen, bis der Muskelkater nach einigen Tagen von selbst abklingt. Ihr könnt dabei die Heilung mit dem Einmassieren von Ölen und Salben unterstützen - durch ihre durchblutungsfördernde Wirkung erzeugen sie Wärme. Leichte und lockere Bewegungen ohne größere Belastungen, wie zum Beispiel beim Spazierengehen, und allgemeine Lockerungsübungen oder sanfte Massagen sind ebenfalls hilfreich. Besonders gut tut Schwimmen oder eine leichte Wassergymnastik.

28.11.1908

Samstag, 29. November 2008

Vor 100 Jahren, am 28.11.1908, wurde der deutsche Biologe und Verhaltensforscher Erich von Holst in Riga geboren. Er forschte u.a. am Institut für Meeresbiologie in Wilhelmshaven über die Physiologie des Zentralnervensystems und der Sinnesorgane bei Fischen und ab 1955 am Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Seewiesen bei Starnberg als dessen Gründungsdirektor und Chef seines späteren Nachfolgers Konrad Lorenz. Er entdeckte u.a. das Reafferenzprinzip in der Wahrnehmungslehre und konstruierte Anfang 1940 die ersten sog. Schwingenflugmodelle, um die Mechanik des Vogelflugs zu dokumentieren. Erich von Holst starb am 26.5.1962 in Herrsching am Ammersee.

Wir retten die Welt

Donnerstag, 27. November 2008

Wer sagt denn, dass Stars sich nur für Glanz und Glamour interessieren - einige nutzen ihre Berühmtheit auch, um Gutes zu tun …

Gegen Klimawandel

Schon vor Jahren flog Jack Gyllenhall (”Broke Back Mountain”) in die Arktis: “Ich habe Menschen gesehen, denen schmilzt der Heimatboden unter den Füßen weg.” Seitdem engagiert sich der Freund von Reese Witherspoon bei “Global Cool” und gegen die Erderwärmung.

Erst Elbenkrieger, jetzt Ökokämpfer

Als Elbe Legolas (übersetzt: Grünblatt) kämpfte er in der Film-Triologie “Herr der Ringe” für die Bewohner von Mittelerde. Privat hat Schauspieler Orlando Bloom die ganze Welt im Blick. Und das nicht erst, seit er sich zum 30. Geburtstag eine Reise in die Antarkis schenkte. Der überzeugte Buddhist ist Mitglied von “Global Green”, dem amerikanischen Ableger der Umweltorganisation “Green Cross”. Besonders für Windkraftwerke macht er sich immer wieder stark.

Kredite für Arme

“Wir können Armut beenden, wir müssen es nur wollen” - das ist die Maxime von Schauspielerin Natalie Portman. Sie ist Botschafterin der “Foundation of International Community Assistance” (FINCA), einer Organisation, die Mikrokredite an Frauen in Entwicklungsländer vergibt.

Kein CO2, kein Müll, kein Gift

Oscar-Preisträgerin Julia Roberts will ihren Kindern später eine saubere Welt hinterlassen. Deshalb fährt sie ein CO2 sparendes Hybridauto, ließ ihre Villa in Malibu ökologisch umbauen, holt sich ihren Kaffee im Coffee-Shop mit dem eigenen Becher. Vorbildlich!

Fährt ein Hybridauto

Als Mitbegründer der Organisation “Global Cool” setzt sich Schauspieler Josh Hartnett (”Sin City”) ebenso wie seine Kollegin Julia Roberts für die Reduzierung von CO2 ein. Und auch er macht vor, wie’s geht: Privat fährt er ein Hybridauto. “Früher wurde ich dafür belächelt”, sagt er. “Heute fährt in meiner Heimat Minnesota jeder eins.”

Sandalen-Kollektion zugunsten der Indianer

Allein unter Indianern - Supermodel Gisele Bündchen hat ein Herz für die Eingeborenen am Amazonas. Sie kämpft gegen die Verschmutzung des südamerikanischen Flusses Xingu. Denn er ist die Lebensgrundlage der dort lebenden Indianer. Deshalb spendete sie den Verkaufserlös ihrer Sandalenkollektion “G2B” für den Aufbau von Wasseraufbereitungsanlagen in Brasilien.

Umweltbewusst!

“Titanic”-Star Leonardo DiCaprio gibt sich missionarisch: Er möchte das ökologische Bewusstsein der Menschen wecken und gründete dafür vor zehn Jahren eine eigene Organisation (www.leonardodicaprio.org). Und das zu einer Zeit, in der Umweltschutz in den USA noch längst kein Thema war. “Meine Generation hat die Chance, das Ruder herumzureißen” - davon ist der Hollywood-Star überzeugt.

Geld für Hungernde

Schauspielerin Gwyneth Paltrow engagiert sich vielseitig in der “Act Green”-Kampagne für Umweltschutz etwa oder der “Key to the Cure”-Initative für Brustkrebs-Patientinnen. Außerdem überwies sie der Food Bank für Hungernde in New York letztes Jahr 75 000 Dollar.

“Kinder am Ende der Straße”

Mittwoch, 26. November 2008

Ich mag immer besonders das Buch, welches ich gerade lese, weil diese (Lese-) Stunde am Tag nur uns beiden gehört. So ging es mir auch bei diesem Buch von Shirley Ann Grau.

Zur Zeit der Depression ziehen sechs Kinder durch die Südstaaten. Sie sind schwarz, verlassen von ihren Eltern. “Baby”, die so genannt wird, weil ihre Geschwister nicht wissen, wie sie heißt, ist mit der kleinen Bande auf Trebe. Nach und nach werden die Kinder aufgegriffen, gehen verloren oder türmen, bis Baby und ihr Bruder allein sind. Baby kommt in ein Waisenhaus für schwarze Kinder und erhält endlich einen Namen: Mary Woods.

JAHRZEHNTE SPÄTER: Mary Woods’ erwachsene Tochter Nanda blickt auf ihre eigene Kindheit zurück. Nanda ist begabt und bekommt als einzige schwarze Schülerin ein High-School-Stipendium im Norden. Wie einst ihre Mutter, fühlt sie sich allein - an einem fremden Ort. Aber auch sie geht ihren Weg.

An den Großneffen Helmuth, den Sohn Wilhelms von Moltke

Mittwoch, 26. November 2008

Mein lieber Helmuth!                                                                             Creissau, den 22. Oktober 1890

Ich habe Dir das Geld geschickt, damit Du beizeiten lernst, mit Geld umzugehen. Wenn Du den ganzen Betrag in Deinem Sparkassenbuch anlegtest, so wärest Du ein Geizhals, wenn Du ihn in kurzer Zeit verläppertest, so wärest Du ein Verschwender; das Richtige liegt in der Mitte.

Wenn einem Geld geschenkt wird - später musst Du es erst selber erwerben - so ist es gerechtfertigt, sich dafür Annehmlichkeiten zu gewähren, aber klug, auch etwas für die Zukunft zu sparen.

Wie Du mit diesen 20 Mark verfährst, so wirst Du einst mit größeren Summen wirtschaften. Wer seine Einnahme voll ausgibt, wird es zu nichts bringen, wer mehr ausgibt, wird ein Bettler oder ein Schwindler.

Nach Berlin wirst Du wohl nicht kommen können, weil Du den Unterricht versäumen müsstest, sonst solltest Du mir willkommen sein. Je fleißiger Du bist, um so eher kommst Du aus dem Zwang der Schule.

Mit herzlichen Grüßen von uns allen. Dein Opapa

Graf Moltke

Jemandem das Wasser abgraben

Dienstag, 25. November 2008

Wenn Euch jemand das Wasser abgräbt, solltet Ihr vorsichtig sein, denn Eure berufliche oder private Position ist in Gefahr. Der Ausdruck stammt aus der Zeit, als das Korn noch in Mühlen gemahlen wurde. Da sich das Mühlrad ohne Wasserkraft nicht dreht, müsste der Müller seinen Beruf aufgeben, wenn jemand den Wasserzulauf zu seiner Mühle verändert - also das Wasser abgraben - würde. Noch heute bezeichnet der Ausdruck eine gewollt niederträchtige Handlung - denn rein zufällig wurde auch damals dem Müller nicht das Wasser abgegraben.

Winter

Montag, 24. November 2008

Nun ist er also da, der Winter. Heute morgen schneite es stundenlang, aber nichts blieb liegen, weil es dann doch noch zu warm war. Dagegen waren dann heute abend die Straßen spiegelglatt. Als ich vom Malkurs nach Hause fuhr, bin ich Umwege gefahren, damit ich auf Hauptverkehrsstraßen bleiben konnte, wo doch eher gestreut wird und wo mehr Verkehr ist.

Adelbert von Chamisso schreibt in seinem Gedicht allerdings nicht vom Winter der Jahreszeiten, sondern vom Winter des Lebens. Da bin ich allerdings noch nicht angelangt. Vielleicht steuere ich so langsam auf den Herbst zu, aber wenn der Winter so spannend und aufregend wird wie der Herbst, dann kann er kommen. Nur so einen traurigen Winter wie in diesem Gedicht möchte ich nicht!!!

Winter

In den jungen Tagen

Hatt ich frischen Mut,

In der Sonne Strahlen

War ich stark und gut.

—–

Liebe, Lebenswogen,

Sterne, Blumenlust!

Wie so stark die Sehnen!

Wie so voll die Brust!

—–

Und es ist zerronnen,

Was ein Traum nur war:

Winter ist gekommen.

Bleichend mir das Haar.

—–

Bin so alt geworden,

Alt und schwach und blind.

Ach! verweht das Leben,

Wie ein Nebelwind!