Maronen

28. Oktober 2008

Vor Jahren habe ich mir einmal auf einem Weihnachtsmarkt heiße Maronen gekauft und möchte sie überhaupt nicht. Deshalb war ich auch sehr skeptisch, als bei unserem Besuch zum Bibelmuseum alle diese Esskastanien aufsammelten und aßen. Schließlich habe ich dann doch probiert und fand sie so - ungeröstet - viel leckerer. Nur die Pullerei nervt etwas. Die äußere Schale lässt sich leicht entfernen, die dünne Haut um den Kern herum allerdings geht sehr schwer ab. Und mitessen ist nicht so gut, sie schmeckt leicht bitter und man bekommt davon einen komischen Geschmack im Mund.

Maronen sind die Früchte der aus Kleinasien stammenden Edel- oder Esskastanie, die zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt zählt. In den Mittelmeerländern waren Maronen früher ein wichtiges Grundnahrungsmittel, sie galten als das Brot des kleinen Mannes; in einigen Gegenden war es Armen erlaubt, auf öffentlichem Grund Esskastanien zu pflanzen und die Früchte zu ernten. Heute gelten Maronen bei vielen als Delikatesse.

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