Archiv für September 2008

Um kein Jota

Dienstag, 30. September 2008

“Um kein Jota gehe ich von meinen Forderungen herunter.” Wer das sagt, ist nicht bereit, seine Meinung zu ändern, um keinen Zentimeter. Das Jota als kleinster Buchstabe des griechischen Alphabetes steht für klein und gering. In der Bibel (Matth. 18) heißt es zu dem Buchstaben: “Denn ich sage euch wahrlich: bis das Himmel und Erde zergehen, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe” (iota). Gebt Ihr bei Vertragsverhandlungen kein Jota nach, könnte man Euch als nicht kompromissbereit ansehen, und der Vertrag könnte platzen.

Nebel im Gebirge

Montag, 29. September 2008

von Christian Morgenstern.

Nebel im Gebirge

Schwerer Nebel dunkle Lasten

sinken von dem Schnee der Kämme,

über öde Herdenrasten

in des Tannichts finstre Stämme.

Nur des Baches bleiche Brandung

rauscht und leuchtet noch gerettet,

bis die düstre Dunstgewandung

endlich ihn auch überbettet.

Kürbis

Sonntag, 28. September 2008

Speisekürbis (Cucurbita) sind gesund und lassen sich sehr vielseitig verarbeiten. Nicht nur das Fruchtfleisch findet als Gemüsezubereitung Verwendung. Aus den Kernen wird ein dunkelgrünes, sehr nussig schmeckendes Öl gewonnen oder sie werden als Zusatz in Müsli- und Knabbermischungen angeboten. Nicht alle Kürbisse sind zum Verzehr geeignet. Wild- und Zierkürbisse enthalten bittere Giftstoffe. Durch ihre Größe können Zier- und Speisekürbis gut unterschieden werden, da Zierkürbisse deutlich kleiner sind.

Strahlendes Lächeln

Sonntag, 28. September 2008

Die Zähne werden weißer, wenn Ihr nach dem normalen Zähneputzen Backpulver auf Eure Zahnbürste gebt und nochmals putzt. Um den Geschmack des Backpulvers zu überdecken, spült nach dem Putzen die Zahncreme nicht aus. Anstand des Backpulvers könnt Ihr auch Natron oder Salz verwenden.

Frucht-Alarm für Haut und Haar

Sonntag, 28. September 2008

Viele Früchte stecken voller wunderbarer Power-Stoffe: Sie pflegen den Teint straff und zart, geben dem Haar Glanz - und Euch an heißen Tagen (die leider schon wieder vorbei sind) den ultimativen Frische-Kick.

Zitrone

Spülung bringt das Haar zum Glänzen

Die Zitrusfrucht steckt voller Vitamin C, versiegelt poröse Strähnen und entfernt Kalkrückstände: Euer Haar bekommt einen seidigen Glanz, wird weich und gut frisierbar. Tönungen bringt die Zitrone zum Leuchten, denn sie schließt die Pigmente so ein, dass die Farbe länger hält und intensiver glänzt. Für eine Spülung 4 EL frisch gepressten Zitronensaft in 2 Tassen Mineralwasser geben und als letzten Spülgang über die Haare gießen.

Himbeeren

Maske verfeinert den Teint

Ihre Fruchtsäuren lösen die Hornschicht auf, verfeinern das Hautbild und regen die Bildung neuer Zellen an. Die Kerne wirken wie ein sanftes Peeling, reinigen die Haut und entfernen abgestorbene Schüppchen - Eure Haut wird fühlbar weicher. Dazu 40 g Himbeeren zerdrücken und mit 1 EL Joghurt (er hat einen pflegenden Effekt) vermischen. Aufs Gesicht auftragen und 10 Min. einwirken lassen. Hinterher sanft abrubbeln und mit lauwarmen Wasser abwaschen.

Ananas

Peeling pflegt die Haut

Die Südfrucht hilft durch Vitamin C und Zink, das Bindegewebe zu stärken. Fruchtsäure und Enzyme wirken wie Weichmacher und lassen Entzündungsprozesse abklingen. Für ein Peeling 500 g frische Ananasstücke zusammen mit 100 ml Wasser in einem Mixer pürieren und 2 EL Maismehl, 1 EL Duschgel 1/2 TL Olivenöl dazugeben. Rubbelt mit der Peeling-Masse Euren Körper in kreisenden Bewegungen von Kopf bis Fuß ab, und schenkt dabei rauen Knien und Ellenbogen besondere Aufmerksamkeit. Mit viel warmen Wasser abspülen.

Melone

Mix mit Honig und Zitrone spendet Feuchtigkeit

Melonen besitzen antioxidative Inhaltsstoffe, die erfolgreich freie Radikale bekämpfen - die Hauptverursacher von Hautalterung. Honig mildert trockene Haut, und die Säure des Zitronensafts wirkt wie ein leichtes Peeling. Für eine feuchtigkeitsspendende Maske braucht Ihr eine große Melonenscheibe (Wasser- oder Honigmelone), 1 EL Honig, 1-2 EL Zitronensaft. Das Fruchtfleisch zerquetschen, mit Honig und Zitonensaft mischen und den Mix aufs Gesicht streichen. 15 Minuten einwirken lassen, hinterher lauwarm abspülen.

Papaya

Kur zaubert zarte Lippen

Das Fruchtfleisch der Papaya enthält neben Provitamin A und Vitamin C viele Enzyme. Da keine Fruchtsäuren darin stecken, eignet es sich hervorragend zur Pflege besonders empfindlicher Hautpartien, etwa spröde Lippen. Für eine Lippenmaske eine 1/4 Papaya schälen, das Fruchtfleisch zerdrücken, auf die Lippen streichen, 10 Minuten einwirken lassen und hinterher lauwarm abspülen. Vorsicht: Papaya hinterlässt hartnäckige Flecken auf der Kleidung. Deshalb besser ein altes Handtuch um die Schultern legen.

Aprikosen

Packung strafft das Dekollete

Aprikosen sind reich an Enzymen und Vitaminen, versorgen die Haut mit Nährstoffen und geben ihr Feuchtigkeit. Ihre Fruchtsäuren gleichen kleine Fältchen aus und unterstützen ein nartürliches, ebenmäßig-feines Hautbild. Eine Aprikosen-Packung gibt anspruchsvoller, reifer Haut neue Festigkeit. Sie regt die Zellerneuerung an, sodass die Haut ihre vitale, gesunde Ausstrahlung zurückgewinnt. Zerquetscht dafür 2-3 geschälte Aprikosen, vermischt die Paste mit 1 EL Honig, und tragt die Masse auf Gesicht, Hals und Dekollete auf. 20 Minuten einwirken lassen, anschließend lauwarm abspülen.

So wirken Masken noch intensiver

Packungen und Co. sollten immer auf gründlich gereinigter Haut aufgetragen werden. Wenn Ihr vorher eine warme Kompresse auflegt, ist die Haut besonders aufnahmefähig. Dazu ein kleines Handtuch mit warmen Wasser tränken, auswringen und für eine Minute sanft auf Gesicht, Hals und Dekollete pressen. Dadurch öffnen sich die Poren. Die Beauty-Stoffe der Früchte können besser eindringen und ihre Wirkung noch effektiver entfalten.

Je frischer, desto besser

Die Wirkung intensiv wirkender Masken auf Hals und Dekollete könnt Ihr durch zusätzliche Wärme noch steigern. Dazu die Partie mit Plastikfolie und einem Tuch umwickeln. Außerdem gilt: Je frischer die Früchte, desto mehr Wirkstoffe enthalten sie. Selbst angerührte Masken, Packungen oder Peelings immer sofort anwenden, nicht im Kühlschrank aufbewahren.

Und zu guten Schluß:

Kiwi-Drink hält jung

Für das Power-Getränk 2 Kiwis schälen, mit 2 Kugeln Zitroneneis und dem Saft einer Zitrone mixen. Mit 2 EL Zucker, etwas Ingwerpulver und Zimt abschmecken. Dieser Drink deckt den Tagesbedarf an Vitamin C für zwei Personen und liefert reichlich Enzyme: Sie lassen die Haut von innen strahlen und knacken den Zellabfall im Bindegewebe, der sonst Fältchen und Cellulite verursacht.

ThomasMesse

Freitag, 26. September 2008

Heute abend haben wir die Kirche für unsere morgen stattfindende ThomasMesse geschmückt. Ich habe mal ein paar Fotos davon gemacht, leider sind sie nicht so gut geworden. Darum hier nur eine kleine Auswahl:

Mit diesem Plakat vor unserer Kirche werden die Besucher schon eine Woche vorher zum Gottesdienst eingeladen.

Das ist der Aufgang zum Altar. Morgen werden in den Schalen mit Sand viele, viele Kerzen brennen.

An diesem Tisch können Gebete geschrieben werden. Die auf dem gelben Zettel werden noch im Gottesdienst vorgelesen, die auf dem Blauen werden nur in unserem Kreis bei nächsten Treffen vorgelesen und die auf dem roten Zettel werden an die Mauer geheftet und nach dem Gottesdienst ungelesen verbrannt.

Das Thema unseres Gottesdienstes diesmal ist : SEGEN

Das ist der Textetisch. Hier liegen Texte und Sprüche zum Thema aus, für die Besucher zum mitnehmen.

An dieser Station können Kerzen angezündet oder Sorgensteine abgelegt werden.

Carlene Thompson

Freitag, 26. September 2008

Ein Paar Zeilen noch zu der Autorin von “Sieh mich nicht an”

Carlene Thompson wurde 1952 in Parkersburg, West Virginia, geboren. Sie studierte englische Literatur und unterrichtete von 1983 bis 1989 an der Universität von Rio Grande in Ohio. 1991 veröffentlichte sie ihren ersten Roman Black for Rememberance (deutsch: >Schwarz zur Erinnerung<, 1993). Carlene Thompson lebt heute als Schriftstellerin in West Virginia und nimmt herrenlose Hunde auf.

Warum soll man Gartenabfälle nicht im Wald entsorgen?

Donnerstag, 25. September 2008

Gras und Blätter könnte man direkt im Wald oder auf einer Wiese abladen. Das beschädigt jedoch das ökologische Gleichgewicht. Lädt man einen Berg Gras einfach irgendwo ab, können seltene Pflanzen darunter ersticken. Außerdem gelangen beim Verrotten Nährstoffe aus dem Gartenmüll in den Boden, die verstärkt nährstoffliebende Pflanzen wie etwa Brennesseln wachsen lassen. Ursprünglich dort lebende Arten werden so in ihrem Wachstum behindert oder ganz ausgerottet. Die veränderte Pflanzenwelt beeinträchtigt auch die Tierwelt, da sie ursprüngliche Lebensräume und Nahrungsquellen zerstört.

“Sieh mich nicht an”

Mittwoch, 24. September 2008

Ich mag Bücher, weil sie bei mir manchmal die Sehnsucht nach einer anderen Welt in mir wecken. Zu Beginn dieses Krimis von Carlene Thompson ist es die amerikanische Weihnacht, die ich gerne mal erleben möchte. Auch wenn in Amerika Weihnachten vielleicht oft etwas sehr bunt und kitschig ist, liebe ich die vielen Lichter, die es dort zur Weihnachtszeit gibt. Im weiteren Verlauf dieses Buches war ich dann allerdings froh, hier zu Hause in meinem heimatlichen Gelsenkirchen zu sein.

Zum Inhalt:

Deborah Robinson, ihr Mann Steve und die fünfjährigen Zwillinge Brian und Kimberley sind eine richtige Bilderbuchfamilie - bis zu dem Tag nach der traditionellen Vorweihnachtsfeier in ihrem Haus, als Steve spurlos verschwindet.

Deborah hatte gespürt, dass Steve sich Sorgen machte. Nun erfährt sie von Steves Kollegen und Freunden, dass der Mann, der auf Grund von Steves Zeugenaussage wegen der brutalen Vergewaltigung von Steves kleiner Schwester seinerzeit verurteilt worden war, nach fünfzehn Jahren Haft freigelassen wurde und gedroht hatte, sich zu rächen. Doch die Polizei stellt nun plötzlich Steves damalige Zeugenaussage in Frage. Deborah ist empört, aber ein leiser Zweifel schleicht sich ein. War Steve nicht schon immer auffällig verschlossen? Hin- und hergerissen zwischen Schuldgefühlen und einem vagen Verdacht, beginnt sie die Vergangenheit ihres Mannes zu erforschen. Was sie herausfindet, erschreckt sie zutiefst. Sie kann sich nicht länger sicher sein, Steve wirklich zu kennen. Sie weiß nur, dass irgend jemand ihr Haus beobachtet, irgend jemand, der skrupellos getötet hat - und bloß darauf wartet, wieder loszuschlagen …

Dieser Krimi von Carlene Thomson lässt sich ganz flott lesen, aber er hat mich auch etwas unzufrieden zurück gelassen. Da verschwindet der geliebte Ehemann der “Heldin” kurz vor Weihnachten und lässt seine Frau mit den kleinen Zwillingen zurück. Seine Frau glaubt ziemlich bald, dass er tot ist und nimmt das so hin - reagiert so eine liebende Frau?

Dann wird ihr Mann auch noch verdächtigt, ein berüchtigter Serienkiller zu sein, der junge Frauen auf die brutalste Art niedermetzelt und der sein Verschwinden nur vorgetäuscht haben soll, um der Verhaftung zu entgehen. Alles scheint mit der Vergewaltigung der Schwester des Ehemannes vor 15 Jahren zu tun zu haben. Die Ehefrau zweifelt schon bald an ihrem Mann, mit dem sie immerhin 7 Jahre verheiratet ist und den sie genau zu kennen vorgibt.

So etwas müsste jeden in den Wahnsinn treiben, doch die Ehefrau des Vermissten bleibt für mein Verständnis merkwürdig unbeteiligt und viel zu cool. Man merkt nicht viel von Trauer oder tiefer Verzweiflung. Nein, sie spielt nebenbei Hobbydetektivin und nicht einmal, als ihre Kinder in Gefahr geraten, zeigt sie allzu große Gefühlsregungen. Jeder normale Mensch würde die Kinder nicht mehr aus den Augen lassen, aber nicht unsere Heldin, die bei der ersten sich bietenden Gelegenheit die Kinder bei einem Freund ablädt und ihre Nachforschungen betreibt. Ich weiss nicht …!

Die Polizisten, die das Haus überwachen, sind so dumm, dass sie nie mitbekommen, wenn etwas passiert, sei es ein Einbruch, ein Überfall auf die alte Nachbarin, ein “Entführungsversuch” der kleinen Tochter. Irgendwie parken die nur vor dem Haus oder lassen sich von der “Heldin” abhängen.

Damit einige Tatvertächtige auf dem Plan erscheinen können, werden ein paar Nebenfiguren eingebaut, die hin und wieder mal auftauchen, aber sonst keinen großen Zweck erfüllen.

Das Ende dann so auf die Art “Bringen wir’s schnell hinter uns”. Der Mörder outet sich wieder mal selbst (der aufmerksame Leser kann diesen schon früh erkennen) und muss im “Showdown” der Heldin natürlich haarklein jedes Detail seiner genialen Verbrechen erklären, damit genug Zeit für den “einsamen Helden im Hintergrund” bleibt, sie zu retten. Ja, und natürlich wartet auch schon der nächste Mann auf das Mädl. Nee, ich weiss nicht. Alles ein bisschen zu glatt - so “und wenn sie nicht gestorben sind …!”

Dennoch kann man sich - wenn man nicht zu anspruchsvoll ist - ein paar gemütliche Stunden mit dem Buch machen, besonders wenn’s draußen stürmt. Aber dann kann man es auch schnell wieder vergessen. Es war das erste Buch dieser Autorin, welches ich gelesen habe und das wird es wohl auch erst mal bleiben.

Meine Mutter

Mittwoch, 24. September 2008

ein Gedicht über die Mutter von Else Lasker-Schüler

Meine Mutter

War sie der große Engel,

der neben mir ging?

Oder liegt meine Mutter begraben

unter dem Himmel voll Rauch -

wie blüht es blau über ihrem Tode.

Wenn meine Augen doch helle schienen

und ihr Licht brächten.

Wäre mein Lächeln nicht versunken im Anlitz,

ich würde es über ihr Grab hängen.

Aber ich weiß einen Stern,

auf dem immer Tag ist;

den will ich über ihre Erde tragen.

Ich werde jetzt immer ganz allein sein

wie der große Engel,

der neben mir ging.