Archiv für August 2008

Vor Jahr und Tag

Sonntag, 24. August 2008

“Wie vor Jahr und Tag liebe ich dich doch”, sang einst Reinhard Mey, und keiner hätte ihn gefragt, wie lang genau er denn nun schon liebte. Aber wir wissen ja auch, dass der deutsche Liedermacher uns damit nur sagen wollte, dass er die besungene Person schon sehr lange liebt. Für unsere Vorfahren wäre die Angabe “vor Jahr und Tag” um einiges präziser gewesen. Der im Mittelalter gebräuliche Rechtsbegriff umfasste je nach Rechtsbereich entweder einen Zeitraum von einem Jahr und einem Tag oder einen von genau einem Jahr, sechs Wochen und drei Tagen. Und das ist für manchen auch schon sehr lang.

Filmcafe am Sonntag: Mary Poppins

Sonntag, 24. August 2008

Das Filmcafe im ev. Gemeindehaus Bulmke holte das Musical “Mary Poppins” von Regisseur Robert Stevenson zurück auf die große Leinwand - ein Familienfilm, zu dem Menschen aller Generationen eingeladen waren. Gekommen sind allerdings wieder nur die, die sonst auch meist da waren, vielleicht ein paar mehr, zumindest alle über 50 Jahre - würde ich jetzt mal schätzen.

Zum Film:

Jane und Michael, Kinder einer wohlhabenden Londoner Familie Anfang des 20. Jahrhunderts, werden von Kindermädchen aufgezogen, die eine nach der anderen vor der Erziehung der beiden Wildfänge kapitulieren. Der Vater der Familie, Bankier und Herrscher im Hause Banks, möchte ein für alle Mal für Ordnung sorgen und ein strenges Kindermädchen einstellen. Aber auf seine Anzeige in der “Times” hin kommt Mary Poppins ins Haus geschwebt - die mit ihren ungewöhnlichen Fähigkeiten nicht nur die Kinder begeistert, sondern die gesamte Atmosphäre im Hause Banks zu verwandeln vermag.

“Mary Poppins”, eine der letzten großen Kinoproduktionen zu Lebzeiten von Walt Disney und der erfolgreichste Disneyfilm überhaupt, wurde für seine unvergesslichen Songs, die innovativen und bis heute erstaunlichen Spezialeffekte sowie die schauspielerische Leistung von Hauptdarstellerin Julie Andrews 1965 mit fünf Oscars ausgezeichnet.

Wie bei allen Filmcafes gab die Journalistin Claudia Ferda eine kurze Einführung in den Film. Ein Filmgespräch nach der Vorstellung gab es heute, auf Grund der Länge des Filmes, nicht.

Mir persönlich hat der Film nicht so besonders gut gefallen. Er war mir zu lang. Außerdem mag ich nicht so gerne unrealistische Sachen wie z.B. fliegende Menschen.

Gut gefallen hat mit die Musik. Ich war verwundert über einige Lieder, die ich kenne, aber nicht wusste, dass sie aus diesem Musical stammen.

“Das verzeih ich Dir nie!”

Sonntag, 24. August 2008

Sie waren einmal unzertrennlich, konnten sich aufeinander verlassen. Doch dann zerstörten Neid und Eifersucht ihre Freundschaft. Am Ende blieb nur bittere Enttäuschung und die Gewissheit: Stars sind auch nur Menschen …

Bäumchen, wechsle dich

Die Schauspielerinnen Cameron Diaz und Jennifer Aniston haben vieles gemeinsam: Erfolg, tolles Aussehen und jetzt auch noch dieselben Männer. Während Cameron mit dem Verflossenen von Jennifer, dem Model John Sculfor turtelt, bandelt diese mit dem US-Rocker und Diaz-Ex John Mayer an. Das war’s mit der Frauenfreundschaft.

Unfreiwillige Zwillinge

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im Glitzerland? Die Antwort darauf fechten gerade die Soul-Diven Beynonce Knowles und Rihanna unter sich aus. Momentan ist Rihanna erfolgreicher und gefragter als ihre einstige Mentorin. Um nicht auf der Strecke zu bleiben, kopiert diese schamlos den Look ihrer jüngeren Konkurrentin - und sieht dabei ganz schön alt aus.

Drei sind einer zuviel

Zehn Jahre waren Skandal-Rockerin Courtney Love und Schauspielerin Drew Barrymore beste Freundinnen. Bis Eric Erlandson dazwischenfunkte. Barrymore verliebte sich 1995 Hals über Kopf in den besten Freund ihrer Freundin und brach ihm nur kurze Zeit später das Herz. Das konnte Courtney ihr nicht verzeihen.

Geklauter Mann

Eine SMS auf seinem Handy brachte 2001 alles ans Licht: Theo Baltz, Ehemann von TV-Lady Sabine Christiansen, hatte ein Verhältnis mit ihrer Freundin Ulla Kock am Brinck. Die “Betrügerin” verlor ihre TV-Jobs, fand aber die große Liebe - das Paar heiratete 2003. Seit Juni 2008 ist auch Christiansen wieder glücklich verheiratet. Doch verziehen hat sie Ulla nie.

Beste Feindinnen

Sie lieben und sie hassen sich - und das am liebsten in aller Öffentlichkeit. Der Zickenkrieg zwischen den Partygirls Paris Hilton und Nicole Richie tobt mittlerweile seit vier Jahren. Aktueller Zwischenstand: Nicole ist sauer, weil Paris mit dem Zwillingsbruder ihres Freundes Joel Madden angebandelt hat. Sie glaubt, ihre alte Busenfreundin wolle sie nur kopieren.

Torftrick gegen Kalk

Freitag, 22. August 2008

Eure Pflanzen haben jetzt viel Durst. Zum Gießen ist Regenwasser ideal für alle Topfpflanzen, aber auch normales Leitungswasser wird von den meisten gut vertragen. Einige Gewächse reagieren allerdings etwas empfindlich auf sehr kalkhaltiges Wasser: Hortensien und Zitrusgewächse verfärben sich und werfen schnell einmal Blütenknospen ab. Da hilft folgender Trick: Füllt etwas Torf in einen Stoffbeutel und hängt diesen in das Gießwasser, das Ihr dann einen Tag abstehen lasst. Der saure Torf neutralisiert dann den Kalk. Für nicht ganz so empfindliche Pflanzen reicht es aus, wenn Ihr zum Gießen abgestandenes Wasser verwendet, in dem sich der Kalk nach unten abgesetzt hat.

Sebastian Steiger

Freitag, 22. August 2008

Der Autor des Buches “Die Rettung der Kinder von La Hille” Sebastian Steiger, wurde am 14. Oktober 1918 In Oltingen, einem kleinen Dorf im Kanton Baselland, als Sohn des reformierten Pfarrers Walther Steiger (Kirchgemeine Oltingen, Wenslingen und Anwil) geboren. Er wuchs mit vier Geschwistern in Oltingen auf und besuchte dort die Primarschule. Nachdem sein Vater als Pfarrer nach Binningen (einem Vorort von Basel) gewählt worden war, trat Sebastian Schneider in die dortige Sekundarschule ein. Anschließend absolvierte er in Schiers das vierjährige Lehrerseminar. 1940 schloß er mit dem Lehrerpatent ab. Bis 1943 machte er Stellvertretungen und studierte während eines Semesters am Heilpädagogischen Seminar in Zürich.

Von 1943 bis 1945 war Sebastian Steiger als Mitarbeiter des Roten Kreuzes, Kinderhilfe, im besetzten Frankreich. 1946 schloß er seine Studien in Zürich mit dem Diplom des Heilpädagogischen Seminars ab. Im selben Jahr wurde er als Lehrer an die Primarschule in Arlesheim gewählt und 1947 nach Basel an die Mädchenprimarschule berufen. 1956 heiratete er und wurde Vater von drei Kindern.

Von 1958 bis 1990 führte Sebastian Steiger alljährlich im Mai den <Tag des jüdischen Kindes> durch, einen Gedenktag für die anderthalb Millionen Kinder, die während der Nazi-Zeit umgebracht worden waren. Oft war er in Israel und hielt viele Lichtbilder-Vorträge über dieses Land. 1982 wurde er pensoniert und schrieb innerhalb von sechs Jahren <Die Kinder von Schloß La Hille>, ein Buch über seine Tätigkeit während der deutschen Besetzung in Frankreich.

Sebastian Steiger war im Vorstand der Christlich-Jüdischen Arbeitsgemeinschaft und der Gesellschaft Schweiz-Israel sowie im Komitee der Freunde des Schweizer Kinderdorfes Kirjath Jearim in Israel tätig. Über vierzig Jahre setzte er sich für Israel ein.

Als eines seiner größten Erlebnisse bezeichnet Sebastian Steiger ein Treffen, das im Jahre 1985 im Kibbuz Lehavot Habashan in Israel stattfand. Zwei der damaligen La-Hille-Kinder organisierten einundvierzig Jahre nach ihrer Schicksalsgemeinschaft im französischen Schloß die Zusammenkunft aller ehemaligen <Kinder von Schloß La Hille>, die irgendwie noch erreichbar waren. Ein einmaliges Fest!

Warum heißt der Marienkäfer so?

Donnerstag, 21. August 2008

Den Namen bekam der kleine gepunktete Käfer bereits im Mittelalter. Denn die Bauern erkannten den Nutzen, den der Käfer als Blattlausfresser mit sich brachte. Sie betrachteten das Tier als Geschenk der heiligen Maria und tauften ihn zu Ehren der Jungfrau auf den Namen Marienkäfer. Anfangs wurde er auch Jungfrauenkäfer oder Muttergottesschäfchen genannt. Der bekannteste unter den 69 bei uns heimischen Arten ist rot und hat sieben Punkte. Außerdem zählt der Marienkäfer neben dem Schwein und dem vierblättrigen Kleeblatt zu den beliebtesten Glücksbringern in unserer Region.

“Die Rettung der Kinder von La Hille”

Mittwoch, 20. August 2008

Ich mag Bücher, weil ich dann weiß, wie es früher war. In diesem Buch von Sebastian Steiger erfährt man einiges über die Zivilcourage vieler Menschen im 2. Weltkrieg.

1943, am Fuße der der französischen Pyrenäen: Vielen jüdischen Kindern droht die Deportation und der Tod in deutschen Vernichtungslagern. Nur illegale Zivilcourage kann da überhaupt noch Hilfe bringen …

1942 beschlossen in Berlin Adolf Eichmann, Reinhard Heydrich und etliche SS-Offiziere die “Endlösung der Judenfrage”. Tatsächlich hatte aber zu diesem Zeitpunkt die planmäßige Ausradierung aller europäischen Juden längst begonnen …

Dieses Buch berichtet von Menschen, die sich gegen den Ungeist jener Zeit stellten. In den Kriegsjahren betreute das Rote Kreuz in Südfrankreich Heime für gefährdete und verfolgte ausländische Kinder, darunter viele Juden. Unter Einsatz ihres Lebens versuchten die Mitarbeiter, ihre Schützlinge vor der Deportation in die Vernichtungslager zu retten.

Einer dieser Mitarbeiter war Sebastian Steiger, damals 25 Jahre alt und Lehrer. Aus Gewissensgründen meldete er sich freiwillig als Betreuer für die Heimkinder im besetzten Frankreich. Sechzig Jahre später erzählt er nun von den Spielen, Abenteuern, Nöten und Todesängsten der Kinder, von der täglichen Bedrohung, von Deportationen, Tragödien und gelungenen Rettungsversuchen. Ein Dokument der Menschlichkeit!

Du wirst es nie zu Tücht’gem bringen

Mittwoch, 20. August 2008

Du wirst es nie zu Tücht’gem bringen,

bei deines Grames Träumerein,

die Tränen lassen nichts gelingen:

Wer schaffen will, muss fröhlich sein.

Wohl Keime wecken mag der Regen,

der in die Scholle niederbricht,

doch golden Korn und Erntesegen

reift nur heran bei Sonnenlicht.

Dieses Gedicht von Theodor Fontane fand ich heute auf einem Kalenderblatt, ich finde es richtig gut und es macht Mut, wenn man denn mal nicht so recht Lust hat, dass zu tun, was getan werden muss.

Die Welt

Mittwoch, 20. August 2008

Das Größte in der menschlichen Vorstellung ist die Welt, und doch versucht man sie sich - nicht nur verbal - untertan zu machen. Welt geht zurück auf “weralt”, eine Wortzusammensetzung, die so viel bedeutet wie “Menschenzeit”. Werden wir geboren, so kommen wir zur Welt. Und am Ende scheiden wir aus derselben. Welten trennen zwei Menschen, die etwa ganz unterschiedliche Weltanschauungen haben. Der eine ist vielleicht nicht von dieser Welt, er ist also völlig vergeistigt und realitätsfremd. Der andere hingegen lacht darüber und fragt herablassend:

*************Was kostet die Welt***************

19.08.1883

Dienstag, 19. August 2008

Vor 125 Jahren, am 19.8.1883, wurde die französische Modeschöpferin Coco Chanel in Saumur geboren. Ihre Karriere begann mit einem Hutgeschäft 1910 in Paris, dann eröffnete sie bald ihre eigene Boutique. Ihre sinnliche Mode in klaren Linien, ihre Schuhe, Handtaschen und ihr Parfüm, Chanel No. 5, machten sie weltberühmt. Mitte der 20er Jahre beschäftigte sie 3.000 Angestellte. Mit ihren schlichten Kostümen gelang 1955 der Einundsiebzigjährigen ein grandioses Comeback, welches das Modeimperium Chanel begründete. Sie starb am 10.1. 1971 in Paris.