Mut zur Strategie
31. August 2008So hieß ein Fortbildungsangebot für (neu gewählte) Presbyterinnen in Soest, an dem ich Freitag und Samstag teilgenommen habe.
“Presbyterinnen und Presbyter sind berufen, die Kirchengemeinde in gemeinsamer Verantwortung mit den Pfarrerinnen und Pfarrern zu leiten” Art. 35 (1) Kirchenordnung
In einem Informationsfilm über die Evangelische Kirche im Münsterland vergleicht eine Presbyterin ihre Tätigkeit im Presbyterium, dem Leistungsgremium ihrer Kirchengemeinde, mit den entsprechenden Strukturen eines mittelständischen Unternehmens.
Für die Wahrnehmung dieser wichtigen Aufgabe habe auch ich mich zur Verfügung gestellt. Ich hoffe, dass die Arbeit im Presbyterium für mich eine Bereicherung sein wird.
Mit diesem Fortbildungsangebot wurde uns neu gewählten Presbyterinnen einerseits die Möglichkeit zum Austausch über Rolle und Funktion unseres Ehrenamtes geboten. Andererseits gab es auch Orientierungshilfen für den Einstieg in andere Schwerpunktthemen der Presbyteriumsarbeit (z.B. als Kirchmeisterin oder Personalpresbyterin).
Los ging es am Freitag um 16.00 Uhr. Nachdem ich mein Zimmer bezogen hatte, ging es zum Stehkaffee und zur Begrüßung. Als erster Arbeitspunkt stand die Bilanz der ersten 100 Tage auf der Tagesordnung, ein Austausch über unsere bisherigen Erfahrungen als Presbyterin. Nach dem Abendessen ging es weiter mit der Einführung in die Strukturen der EKvW und dem Vortrag über Lust und Frust im Ehrenamt.
Der Samstag begann nach dem Frühstück und einer kleinen Andacht zum Einstieg in den Tag mit einem sehr interessanten und lebendigen Vortrag über Männer- und Frauenkommunikation (in Gremien), im Anschluß daran lernten wie, wie leicht es ist, die Haushaltspläne zu lesen.
Nach einem wirklich leckeren Mittagessen und einem ganz kurzen Spaziergang im wunderschönen Sonnenschein kam als Letztes: das Presbyterium als Arbeitgeber u.a. bei der Pfarrwahl, der Mitarbeitervertretung, dem Gleichstellungsgesetz der EKvW, sexueller Gewalt und anderen Konflikten am Arbeitsplatz.
Nun fehlte nur noch der Rückblick auf die letzten 24 Stunden und wir wurden mit einem Reisesegen auf die Heimfahrt geschickt.
Es waren sehr volle, aber auch sehr lehrreiche 24 Stunden. Mir ist noch einmal mehr klar geworden, dass es schon eine verantwortungsvolle Aufgabe ist, die ich da übernommen habe, aber ich bin auch stolz darauf, dass man mich dazu gewählt hat. Auf jeden Fall war diese Fortbildung sehr hilfreich und hat mir eine Menge von meinen Ängsten und von meiner Unsicherheit genommen.