Archiv für den 22. August 2008

Torftrick gegen Kalk

Freitag, 22. August 2008

Eure Pflanzen haben jetzt viel Durst. Zum Gießen ist Regenwasser ideal für alle Topfpflanzen, aber auch normales Leitungswasser wird von den meisten gut vertragen. Einige Gewächse reagieren allerdings etwas empfindlich auf sehr kalkhaltiges Wasser: Hortensien und Zitrusgewächse verfärben sich und werfen schnell einmal Blütenknospen ab. Da hilft folgender Trick: Füllt etwas Torf in einen Stoffbeutel und hängt diesen in das Gießwasser, das Ihr dann einen Tag abstehen lasst. Der saure Torf neutralisiert dann den Kalk. Für nicht ganz so empfindliche Pflanzen reicht es aus, wenn Ihr zum Gießen abgestandenes Wasser verwendet, in dem sich der Kalk nach unten abgesetzt hat.

Sebastian Steiger

Freitag, 22. August 2008

Der Autor des Buches “Die Rettung der Kinder von La Hille” Sebastian Steiger, wurde am 14. Oktober 1918 In Oltingen, einem kleinen Dorf im Kanton Baselland, als Sohn des reformierten Pfarrers Walther Steiger (Kirchgemeine Oltingen, Wenslingen und Anwil) geboren. Er wuchs mit vier Geschwistern in Oltingen auf und besuchte dort die Primarschule. Nachdem sein Vater als Pfarrer nach Binningen (einem Vorort von Basel) gewählt worden war, trat Sebastian Schneider in die dortige Sekundarschule ein. Anschließend absolvierte er in Schiers das vierjährige Lehrerseminar. 1940 schloß er mit dem Lehrerpatent ab. Bis 1943 machte er Stellvertretungen und studierte während eines Semesters am Heilpädagogischen Seminar in Zürich.

Von 1943 bis 1945 war Sebastian Steiger als Mitarbeiter des Roten Kreuzes, Kinderhilfe, im besetzten Frankreich. 1946 schloß er seine Studien in Zürich mit dem Diplom des Heilpädagogischen Seminars ab. Im selben Jahr wurde er als Lehrer an die Primarschule in Arlesheim gewählt und 1947 nach Basel an die Mädchenprimarschule berufen. 1956 heiratete er und wurde Vater von drei Kindern.

Von 1958 bis 1990 führte Sebastian Steiger alljährlich im Mai den <Tag des jüdischen Kindes> durch, einen Gedenktag für die anderthalb Millionen Kinder, die während der Nazi-Zeit umgebracht worden waren. Oft war er in Israel und hielt viele Lichtbilder-Vorträge über dieses Land. 1982 wurde er pensoniert und schrieb innerhalb von sechs Jahren <Die Kinder von Schloß La Hille>, ein Buch über seine Tätigkeit während der deutschen Besetzung in Frankreich.

Sebastian Steiger war im Vorstand der Christlich-Jüdischen Arbeitsgemeinschaft und der Gesellschaft Schweiz-Israel sowie im Komitee der Freunde des Schweizer Kinderdorfes Kirjath Jearim in Israel tätig. Über vierzig Jahre setzte er sich für Israel ein.

Als eines seiner größten Erlebnisse bezeichnet Sebastian Steiger ein Treffen, das im Jahre 1985 im Kibbuz Lehavot Habashan in Israel stattfand. Zwei der damaligen La-Hille-Kinder organisierten einundvierzig Jahre nach ihrer Schicksalsgemeinschaft im französischen Schloß die Zusammenkunft aller ehemaligen <Kinder von Schloß La Hille>, die irgendwie noch erreichbar waren. Ein einmaliges Fest!