“Die Rettung der Kinder von La Hille”
Mittwoch, 20. August 2008Ich mag Bücher, weil ich dann weiß, wie es früher war. In diesem Buch von Sebastian Steiger erfährt man einiges über die Zivilcourage vieler Menschen im 2. Weltkrieg.
1943, am Fuße der der französischen Pyrenäen: Vielen jüdischen Kindern droht die Deportation und der Tod in deutschen Vernichtungslagern. Nur illegale Zivilcourage kann da überhaupt noch Hilfe bringen …
1942 beschlossen in Berlin Adolf Eichmann, Reinhard Heydrich und etliche SS-Offiziere die “Endlösung der Judenfrage”. Tatsächlich hatte aber zu diesem Zeitpunkt die planmäßige Ausradierung aller europäischen Juden längst begonnen …
Dieses Buch berichtet von Menschen, die sich gegen den Ungeist jener Zeit stellten. In den Kriegsjahren betreute das Rote Kreuz in Südfrankreich Heime für gefährdete und verfolgte ausländische Kinder, darunter viele Juden. Unter Einsatz ihres Lebens versuchten die Mitarbeiter, ihre Schützlinge vor der Deportation in die Vernichtungslager zu retten.
Einer dieser Mitarbeiter war Sebastian Steiger, damals 25 Jahre alt und Lehrer. Aus Gewissensgründen meldete er sich freiwillig als Betreuer für die Heimkinder im besetzten Frankreich. Sechzig Jahre später erzählt er nun von den Spielen, Abenteuern, Nöten und Todesängsten der Kinder, von der täglichen Bedrohung, von Deportationen, Tragödien und gelungenen Rettungsversuchen. Ein Dokument der Menschlichkeit!