Archiv für den 10. August 2008

Bikini

Sonntag, 10. August 2008

Nun, am heutigen verregneten Sonntag war er bestimmt nicht das richtige Kleidungsstück, zumindest in unseren Gefilden nicht. Am Mittelmeer ist er zur Zeit sicher nicht wegzudenken.

Heute ist er nämlich eine Selbstverständlichkeit, mehr Aufsehen erregt wer keinen trägt. In der 1940er Jahren aber war der Bikini eine Sensation. Noch mehr aber beeindruckte die Atombombe, deren Erfindung in dieselbe Zeit fiel. Auf sie war man stolz und hielt sie gar für eine Friedenswaffe - dabei hatte ihr Einsatz in Hiroshima und Nagasaki ein Jahr zuvor Hundertausende das Leben gekostet. Als der zweiteilige Schwimmanzug im Sommer 1946 erstmals auf einer Modenschau präsentiert wurde, hatten die USA auf dem Bikini-Atoll im Pazifik gerade eine Testbombe gezündet. Dieses Atoll wurde der Namensgeber des aufregenden Badekostüms.

“Halt doch mal ein”

Sonntag, 10. August 2008

An jedem 2. Sonntag im Monat gibt es bei uns “Musik im Gottesdienst” - also - Musik gibt es jeden Sonntag, aber an diesem 2. eines Monats gibt es etwas Besonderes. Entweder singt die Kantorei, oder es spielt der Flötenkreis. Manchmal sind auch Einzelsolisten da. Heute gab es nun etwas ganz Besonderes. Unser Posounenchor war Ende Mai in Leipzig zum weltgrößten Bläserfest. Am Abschlußtag haben rund 16 000 Bläser einen neuen Weltrekord aufgestellt. Bestimmt ein beeindruckendes Erlebnis. Im Gottesdienst gab es nun heute zur Musik des Posaunenchores Bilder von diesem Festival zu sehen.

Außerdem hat Pastor Gräwe ein neues Lied von dort mitgebracht, welches wir heute gelernt habe. Es gefällt mir so gut, dass ich es hier einfach wiedergeben muss.

Der Text ist von Wilhelm von Ascheraden, die Melodie schrieb Günter Powils.

“Halt doch mal ein”

1. So viele Töne dringen in die Ohren,

sie lenken hierhin, dorthin unseren Sinn.

Was gilt, was wahr ist, geht so leicht verloren,

verdeckt von lautem, glitzerndem Gewinn.

2. Die Augen lassen sich so leicht betören

Vor lauter Bildern, Haschen nach dem Wind,

vergeht unmerklich Sehen uns und Hören.

Wir wissen selbst bald nicht mehr wer wir sind.

3. Ach, Gott, gib neues Leuchten, neue Klänge,

in unsern alten, abgestumpften Sinn,

gib frische Bilder, heilende Gesänge,

schenk Aug und Ohren einen Neubeginn.

4. Schaff deinem Wort bei uns ein neues Hören,

präg uns das Bild von Christus tiefer ein.

Es kann ja doch, was immer wir begehren,

nichts anderes Weg, Wahrheit Leben sein.

Kehrvers:

Halt doch mal ein im Eilen durch die Tage,

ruft Gott, komm einen Augenblick zur Ruh!

Hör nur und sieh: Ich zeige dir und sage:

Hier ist dein Weg. Ich segne dich dazu.