Archiv für den 2. August 2008

“Mein Name ist Hase …” Teil 3

Samstag, 2. August 2008

“Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts”

Diese Redensart benutzen Schlitzohren gerne. Mit einem Hasen hat sie aber nichts zu tun. Denn diese Tiere gelten nicht gerade als besonders clever. Dafür aber Victor von Hase. Der gab 1843 seinem Freund vor Gericht ein Alibi, nachdem dieser seinen Rivalen erschossen hatte. Die Aussage verweigerte er mit dem bekannten Ausspruch. Er wusste, was er tat, schließlich war der Heidelberger Jurastudent.

“Einen Korb bekommen”

Unser Nachbar flirtet wie wild, und wir geben ihm einen Korb nach dem anderen. Doch worüber er sich ärgert, darüber freuten sich die Männer im Mittelalter. Dort zogen die Frauen ihren Liebsten nämlich im Korb zum Fenster hoch. Und wenn sie ihn nicht mehr wollten, ließen sie ihn wieder runterfallen. Autsch! :-)

“Etwas im Sande verlaufen”

Einfach ärgerlich! Vor Monaten waren noch alle begeistert, als Ihr den Vorschlag machtet, in Eurem Betrieb ein großes Sommerfest zu feiern. Doch nach der ersten Euphorie geschah - leider nichts. Eure Idee versickerte wie Wasser im Sand. Oder wie die Fußspuren am Strand, die bei der nächsten Windböe verwehen, als wären sie nie dagewesen.

“Hunde, die bellen, beißen nicht”

Wenn Menschen sich besonders aufregen und dabei an kläffende Hunde erinnern, steckt meistens nur heiße Luft dahinter. Also keine Panik. Die ist aber durchaus angebracht, wenn Ihr einem echten laut bellenden Hund begegnet. Denn das soll in Wirklichkeit heißen: “Komm nicht näher, sonst beiße ich.” Die Bedeutung verkehrte sich im Laufe der Zeit ins Gegenteil.