Kein Wässerchen trüben

22. Juni 2008

Sieht jemand so aus, als ob er kein Wässerchen trüben könnte, scheint er harmlos und brav zu sein, er kann, um es mit anderen Worten zu sagen, keiner Fliege etwas zu Leide tun. Doch so harmlos ist er dann doch nicht, was auch der Ursprung des Ausdrucks beweist: Er kommt von einer Äsop’schen Fabel, in der der Wolf ein Lamm auffrisst, weil das Lamm angeblich sein Trinkwasser getrübt hat. Da das Lamm aber an einer völlig anderen Stelle - nämlich flussabwärts - getrunken hatte, ist die Begründung des Wolfes fadenscheinig.

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