Archiv für den 22. Juni 2008

“Gebet an die Liebe”

Sonntag, 22. Juni 2008

Ich bin immer wieder beeindruckt, wie poetisch doch die Menschen früher geschrieben haben. So schöne Liebesgedichte schreibt doch heute keiner mehr, wie es hier Ernst Moritz Arndt getan hat.

Gebet an die Liebe

Blitzesschnelle, Adlerschwinge,

Deucht der Liebe Macht geringe.

Süße Mutter aller Dinge,

Gerne trag ich deine Schuld,

Gerne will ich alles leiden,

Deine Schmerzen, deine Freuden,

Denn du mischest mild zu beiden

Unaussprechlich süße Huld.

Kein Wässerchen trüben

Sonntag, 22. Juni 2008

Sieht jemand so aus, als ob er kein Wässerchen trüben könnte, scheint er harmlos und brav zu sein, er kann, um es mit anderen Worten zu sagen, keiner Fliege etwas zu Leide tun. Doch so harmlos ist er dann doch nicht, was auch der Ursprung des Ausdrucks beweist: Er kommt von einer Äsop’schen Fabel, in der der Wolf ein Lamm auffrisst, weil das Lamm angeblich sein Trinkwasser getrübt hat. Da das Lamm aber an einer völlig anderen Stelle - nämlich flussabwärts - getrunken hatte, ist die Begründung des Wolfes fadenscheinig.

Kohlrabi

Sonntag, 22. Juni 2008

Der Kohlrabi ist weder geschmacklich noch im Aussehen mit Kohl oder einer Rübe vergleichbar, dennoch ist er mit beiden verwandt. Die Römer nannten dieses Gewächs “caulorapa”, was so viel bedeutet wie Stängel-, Oberrübe oder Oberkohlrübe. Das Laub der Kohlrabi ist gleich in doppelter Hinsicht wertvoll. Die Blätter sind zum einen ein Indikator für die Frische des Gemüses, zum anderen kann man sie aber auch problemlos mitessen. Um den Verlust an Vitaminen und Mineralstoffen beim Kochen der Knolle so gering wie möglich zu halten, kann man den Kohlrabi ungeschält ins Wasser geben und erst nach dem Kochen schälen.

Alan Sillitoe

Sonntag, 22. Juni 2008

Zum Schriftsteller von “Die Frau auf der Brücke” hier eine Kurzinformation.

Alan Sillitoe, 1828 in Nottingham geboren, gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der modernen englischen Literatur. Mit seiner Kunst der Menschenzeichnung und seinem Gespür für soziale Realitäten erinnert er an Joseph Conrad.

“Die Frau auf der Brücke”

Sonntag, 22. Juni 2008

Schon lange habe ich kein Buch mehr vorgestellt, aber da ich in letzter Zeit viel um die Ohren hatte, bin ich auch nicht so oft zum Lesen gekommen. Heute will ich aber kurz über dieses Buch von Alan Sillitoe schreiben.

Die Frau auf der Brücke

Ein Frauenschicksal von heute - meisterhaft und psychologisch feinsinnig erzählt

Pamela Hargreaves, eine Frau um Vierzig, verläßt eines Tages ihren Mann. Allein in der Großstadt London versucht sie, mit ihrem bisherigen Leben ins Reine zu kommen, als sich ihr unerwartet die Chance für einen Neuanfang bietet. Wird es ihr im zweiten Anlauf gelingen, den Einklang zwischen freier Selbstentfaltung und harmonischer Partnerschaft zu finden?

“The Kid” von Charles Chaplin

Sonntag, 22. Juni 2008

Schon ist das Filmcafe am Sonntag wieder eine Woche her, trotzdem will ich noch über den Film berichten, den wir dort gesehen habe. Er hat mir nämlich außerordentlich gut gefallen, obwohl es ein Stummfilm aus den USA von 1921 war.

Kaum hatten die Bilder laufen gelernt, entstanden schon die ersten Meisterwerke des neuen Mediums Film - und “The Kid”, Charles Chaplins erster abendfüllender Film, gehört zweifellos dazu.  Wie in den meisten seiner nachfolgenden Spielfilme schrieb Charles Chaplin nicht nur das Drehbuch, führte Regie und spielte die Hauptrolle, sondern komponierte auch die Musik für den Film.

Charlie findet in “The Kid” ein ausgesetztes Baby mit einem Abschiedsbrief seiner Mutter, die aus dem Leben scheiden möchte. Als alle seine Versuche, das Kind wieder loszuwerden, scheitern, nimmt er sich des Jungen an und zieht ihn mit großer Hingabe und Liebe auf. Mit Witz und Schläue schlagen sich die beiden fortan gemeinsam durchs Leben, bis eine überraschende Wendung ihre innige Beziehung bedroht.

Ein romantischer und zugleich sozialkritischer Film, in dem sich auch Charles Chaplins eigene Kindheit in den Elendsvierteln Londons widerspiegelt. Unvergessen auch die großartige Darstellung des Findelkindes, die den jungen Jackie Coogan zum ersten Kinderstar der Filmgeschichte machte.

Schildlaus - Schutzschild

Sonntag, 22. Juni 2008

Sie sind ein besonders hartnäckiges Ungeziefer: Schildläuse setzen sich mit Vorliebe an den Blattunterseiten und Blattachseln von Palmen, Oleander oder Lorbeerbäumchen fest. Ein bewährtes Hausmittel dagegen ist eine Schmierseife/Spirituslösung. Dazu benötigt Ihr einen Liter Wasser, in dem Ihr eine Messerspitze Schmierseife und eine Kappe Spiritus auflöst. Benetzt man die Schildläuse damit, wird ihre Schutzhülle angegriffen und sie trocknen aus. Wenn es erst wenige Schildläuse sind, könnt Ihr diese mit einem Borstenpinsel oder einer alten Zahnbürste abreiben. Danach solltet Ihr die jungen Triebe aber noch mit einem Pflanzenschutzmittel behandeln, damit auch nicht entdeckte Eigelege und Jungtiere unschädlich gemacht werden und sich nicht weiter ausbreiten können.