Archiv für den 4. Mai 2008

Die Erdbeere

Sonntag, 4. Mai 2008

So langsam beginnt jetzt wieder die Zeit meiner Lieblingsfrüchte. In den Geschäften kann man sie schon kaufen, aber die kommen zu meist noch aus Spanien oder Italien und die möchte ich aus ökonomischen Gründen nicht so gerne kaufen. Wenn es jetzt aber weiter so schön warm bleibt, wird es hoffentlich bald auch die ersten deutschen Erdbeeren auf dem Markt geben.

Die besten Erdbeeren meines Lebens habe ich sicher als Kind gegessen. Meine Eltern hatten einen großen Garten mit einem großen Erdbeerbeet. Dort konnten wir uns den ganzen Tag mit pflückfrischen Erdbeeren bedienen, manchmal waren sie warm von der Sonne und einfach unbeschreiblich süß und lecker.

Unsere Vorfahren kannten die Erdbeeren zunächst nicht als reines Genußmittel. Sehr wohl aber schätzten sie ihre vielfältige Heilwirkung. Bis die ersten Siedler in die Neue Welt aufbrachen, wurden bei uns hauptsächlich die kleinfruchtigen Walderdbeeren kultiviert. Unsere heutige, viel größere Erdbeere ist im 18. Jahrhundert aus einer Kreuzung zwischen der nordamerikanischen Scharlacherdbeere und einer südamerikanischen Erdbeere, der “Schönen von Chile”, entstanden.

Petra Hammesfahr

Sonntag, 4. Mai 2008

Ich blogge ja unter anderem auch, um mich selber mal mehr mit irgendwelchen Dingen zu beschäftigen, wie z.B. mit den Autoren der Bücher, die ich lese. Wie gut das manchmal ist, habe ich bei Petra Hammesfahr gemerkt. Hätte ich bei Günther Jauch auf dem Stuhl gesessen und er hätte mich gefragt, woher diese Schriftstellerin kommt, ich hätte sie mit 1000 % Sicherheit nach Skandinavien verbannt. Dabei:

Petra Hammesfahr, geboren 1951, lebt als Schriftstellerin und Drehbuchautorin in Kerpen bei Köln. Mit ihren Romanen “Die Sünderin”, “Der Puppengräber” und “Die Mutter” eroberte sie auf Anhieb die Bestsellerlisten. 2000 erhielt sie den FrauenKrimiPreis der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden. Weitere Bücher von ihr, u.a.: “Der gläserene Himmel”, “Der stille Herr Genardy”, “Lukkas Erbe” “Das Geheimnis der Puppe” und “Meineid”.

“Die Mutter”

Sonntag, 4. Mai 2008

Ich mag Bücher …

weil sie oft so gut riechen. Ganz neue Bücher noch nach Druckerschwärze und alte Bücher so nach alter Bibliothek. Dieses Buch von Petra Hammesfahr riecht allerdings ganz neutral. Für Druckerschwärze ist es schon zu alt, für “leicht moderig :) ” noch zu neu.

Zum Inhalt: Vera Zardiss lebt mit ihrem Mann Jürgen, einem erfolgreichen Gynäkologen, den Töchtern Anne und Rena sowie ihren Eltern auf einem ehmaligen Bauernhof. Die ländliche Idylle findet ein jähes Ende, als Rena kurz nach ihrem sechzehnten Geburtstag plötzlich verschwindet. Nur ihr Fahrrad wird in der Nähe des Bahnhofs gefunden. Bei der verzweifelten Suche nach ihrer Tochter kommt Vera Geheimnissen auf die Spur, an die im Dorf niemand zu rühren wagt.

Petra Hammesfahr wartet mir detaillierten Charakterstudien und psychologischen Analysen der Beteiligten auf, deren Intensität durchaus so hoch ist, dass man sich über die Längen des Buches retten kann. Leider kommen dabei Handlung und klare Spannungsbögen zu kurz, ein Eindruck, den das Romanende nur noch verstärken kann. Wer sich auf ein quälendes Psychogramm einer Familie im emotionalen Ausnahmezustand einstellt, kann unter Umständen Spass beim Lesen dieses Buches haben. Wer einen spannenden Kriminalroman sucht, wird jedoch enttäuscht werden.

Etwas auf die hohe Kante legen

Sonntag, 4. Mai 2008

Und während Patrick und ich an diesem Wochenende mal wieder die Wirtschaft angekurbelt haben, hat Kevin sein Geld zur Sparkasse gebracht, um es für sein Studium anzusparen. Respekt, Kevin, ich bewundere Dich ehrlich dafür, dass Du Dein Geld so eisern auf die hohe Kante legst.

Aber warum sagt man eigentlich, “etwas auf die hohe Kante legen”?

Gerade in schlechten Zeiten muss jeder etwas auf die hohe Kante legen. Das bedeutet, dass man spart und etwas beiseite legt. Der Ursprung dieses Ausspruches ist nicht mit Sicherheit geklärt, doch man geht davon aus, dass in Zeiten, als es noch keine Banken gab und der so genannte Sparstrumpf in Mode war, die Menschen ein Brett in fast unerreichbarer Höhe anbrachten, um ihr Geld aufzubewahren. Ein anderer Deutungsversuch war, dass Münzen, in Rollen zusammengepackt, auf der Kante, also hoch stehen.