Archiv für den 20. April 2008

Mafia

Sonntag, 20. April 2008

Die Kommisarre Ballauf und Schenk suchten heute im Tatort den Mörder einer Frau und bekamen es dabei auch mit der Müll - Mafia zu tun.

Der Begriff Mafia hat sich längst von Italien gelöst; man bezeichnet damit organisierte Kriminalität, egal welcher Nation die Akteure angehören. Das Wort Mafia kam Mitte des 19. Jahrhunderts in Sizilien in Umlauf. Fern der Hauptstadt herrschte dort ein Machtvakuum, das von einer Art Selbsthilfeorganisation gefüllt wurde. Sie garantierte der Bevölkerung Schutz und ließ sich dies gut bezahlen. Der Ursprung des Wortes ist unklar. Es könnte das französische Wort “mauvais” für böse, schlecht, dahinter stecken, aber auch das toskanische “maffia” für Elend, Not.

Kellner

Sonntag, 20. April 2008

Ein Nachtrag zu der Geburtstagsfeier von gestern Abend. Bedient wurden wir von einem Kellner, der wohl eher der Wirt des Lokales war und zwei Kellernerinnen. Als ich den beiden so zuschaute, wie sie mit ihren schweren Tabletts zwischen den Tischen balancierte, kam mir die Frage:

Warum heißt der Kellner Kellner? Vielleicht weil er gelegentlich die Kelle schwingt? Oder etwa, weil er unseren Kehlen Gutes tut? Nichts von beidem: Der Begriff Kellner ist mit dem Wort Keller verwandt. Pate stand dabei das spätlateinische “cellarium”, was Speise- oder Vorratskammer bedeutet. Daraus entstand der althochdeutsche “kelnari”, der Kellermeister oder Verwalter des (Wein-)Kellers. Heutzutage verwaltet ein Kellner nur noch die Wünsche der Gaststättenbesucher - das kann bei heikler Kundschaft allerdings ebenso anspruchsvoll sein wie die Organisation eines Weinkeller.

“Schiffbruch mit Tiger”

Sonntag, 20. April 2008

Ich mag Bücher …

weil sie seit 54 Jahren - Kindheit, Mittelalter, best Agers 50 plus - meine Begleiter sind.

Zu diesen Begleitern gehört auch: Schiffbruch mit Tiger von Yann Martel.

Yann Martels Roman “Schiffbruch mit Tiger” erzählt eine unerhört komische und weise Geschichte, die die Herzen im Sturm erobert: Pi Patel, der Sohn eines indischen Zoobesitzers und praktizierender Hindu, Christ und Muslim erleidet mit einer Hyäne, einem Orang-Utan, einem verletzten Zebra und einem 450 Pfund schweren Tiger namens Richard Parker Schiffbruch. Bald stehen sich nur noch zwei gegenüber - der Tiger und Pi. Alleine treiben sie in einem Rettungsboot auf dem Ozean. Eine wundersame, abenteuerliche Odyssee beginnt.

Auf dem Klappentext steht zu lesen, dass einen dieses Buch wieder an Gott glauben lässt, dass halte ich dann doch für etwas weit hergenommen. Die Geschichte ist gut durchdacht und mit einem Aha-Effekt am Ende versehen, der einen sehr zum Nachdenken anregt. Ob jetzt über Gott oder über die Welt im allgemeinen ist jedem selbst überlassen. Ein Minuspunkt sind die paar Längen im Mittelteil, dennoch empfehle ich jedem, es zu lesen!

Ulla wird 50

Sonntag, 20. April 2008

Am Donnerstag ist meine, ich glaube, es ist die vorletzte, Freundin (Bekannte) 50 Jahre alt geworden. Gestern abend wurde das groß gefeiert. Rund 50 Gäste - Familie, Freunde und Bekannte - waren zusammen gekommen und es war ein rundum schöner Abend. Nach einem wirklich guten Essen gab es ein recht lustiges buntes Programm, an dem sich in der Hauptsache Verwandte, die Söhne und dessen Freundinnen beteiligten und bei dem wir alle viel zu lachen hatten.

Für jeden Gast gab es ein Heft, auf dem vorne viele Bilder von Ulla in ihren unterschiedlichsten Altersstufen, von der Kindheit bis heute zu sehen haben. Im Heft selbst gibt es viele Texte, die sich zum einen mit Glückwünschen, zum anderen aber natürlich mit dem “fortgeschrittenen Alter” beschäftigen. Und umgetextete Lieder zu Melodien von z.B. Ein bisschen Frieden, dem Deutschlandlied oder Marmor, Stein und Eisen bricht, die natürlich auch von allen Gästen gesungen wurden.

Eines dieser Gedichte will ich hier, aus zwei Gründen, bloggen. Zum einen hat ja vielleicht jemand Spaß daran und kann es auch einmal zu einem Geburtstag gebrauchen, zum anderen will ich aber mal lernen, wie das beim bloggen mit dem weiter funtioniert:

Es gratuliert die ganze Welt

Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien,

Russland, England, die Schweiz, Jordanien,

Polen, Japan, die Mongolei,

Österreich ist auch dabei.

Gratulieren will ein Jeder,

Boris Becker, Gerhard Schröder,

es gesellen sich dazu

Old Shatterhand und Winnetou.

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19.04.1658

Sonntag, 20. April 2008

Vor 350 Jahren, am 19.4. 1658, wurde der deutsche Kurfürst Johann Wilhelm in Düsselsdorf geboren. Seine Erziehung übernahmen Jesuiten, die für seine umfassende Bildung sorgten. Bedeutend für seine politisch-religiöse Einstellung wurde die enge Verbindung seiner Familie mit dem Haus Habsburg. 1678 heiratete er die Erzherzogin Maria Anna Josepha. Ab 1679 verwaltete er die Herzogtümer Jülich und Berg. In Erinnerung blieb er als Bauherr und Mäzen in seinen niederrheinischen Herrschaftsgebieten. Unterstützt von seiner zweiten Gemahlin Anna Maria gestaltete er seine Düsseldorfer Residenz zu einer der bedeutensten Kunststätten Europas. In seiner rheinischen Heimat gewann er die Herzen des Volkes und ist bis heute als “Jan Wellem” in Erinnerung geblieben. Er stab am 18.6. 1716 in Düsseldorf.