Archiv für den 10. April 2008

Singende Mäuse

Donnerstag, 10. April 2008

Heute habe ich etwas Interessantes über Mäuse gelesen. Wir haben auch so unsere Erfahrungen mit diesen Tierchen. Zum einen hat Kevin über längere Zeit afrikanische Streifengrasmäuse gehabt, Murray und Stan, zum anderen hat uns unsere Katze in einem Sommer mehrere dieser possierlichen Tiere ins Haus gebracht, meistens lebend, so das dann spät abends hier noch Mausrettungsaktionen stattfanden, die in einem Fall so weit geführt haben, das Kevin und ich uns aus der Wohnung ausgesperrt hatten und ohne Schlüssel im Hausflur standen. Doch das ist eine andere Geschichte. Heute soll es um singende Mäuse gehen:

Eigentlich kommen Mäuse eher leise daher; man traut ihnen vielleicht ein gelegentliches Fiepen, gewiss aber kein minutenlanges Tirilieren zu. Genau das aber tun die kleinen Nager, das hat ein US-Amerikanischer Wissenschaftler herausgefunden. Und so nahm er die Mäuse mit einem Ultraschall-Mikrofon auf, verlangsamte das Abspieltempo und bearbeitete das Aufgenommene dann mit einem Spezialprogramm. Am Ende waren die Töne hörbar und ergaben ein liedbares Tirilieren und Zwitschern. Anlass für die Gesangseinlagen war der Duft weiblicher Sexualhormone: Wähnt der Mäuserich eine flotte Maus in seiner Nähe, dann muss er einfach jubilieren. :)

“Eva Luna”

Donnerstag, 10. April 2008

Ich möchte in meinem Blog über alle Bücher schreiben, die ich lese, egal, ob gut oder schlecht, ob anspruchsvoll oder nur ein Schmöker. Nur wie soll ich immer anfangen? Einfach gleich mit der Inhaltsangabe loslegen? Oder immer so Sätze wie: wieder ein neues Buch, das lese ich zur Zeit oder …?

Ich habe mir jetzt überlegt, ich werde mir mal Gedanken machen, warum ich Bücher so mag und diese Gedanken werde ich ab dem nächsten Mal immer voran setzen.

Doch nun zu dem Roman von Isabel Allende “Eva Luna”

Der Lebensweg der Eva Luna führt sie aus dem Haus des exzentrischen Professors Jones in die Unter- und Halbwelt einer lateinamerikanischen Hauptstadt an der Karibküste. Turbulente Ereignisse katapultieren das junge Mädchen in ein entlegenes Nest in tropischer Stille, wo es Frieden, bald aber auch sinnliche Unruhe erlebt. Es muss zurück in die Stadt und gerät in eine Welt, worin bunte Gestalten und krause Ereignisse an ihm vorbeiwirbeln. Obwohl es sich, neben der Liebe, eigentlich nur zum Erzählen berufen fühlt, wird es schließlich handelnd hineingezogen mitten in die Sphäre politischer Gewalt.

Dieses Buch präsentiert auf den ersten Blick eine herrlich eingängige Geschichte, so anschaulich und kurzweilig erzählt und leicht zu verstehen. Im Grunde plätscherte die Geschichte vor sich hin. Man hat eigentlich keinen rechten Grund zu meckern und doch entwickelt sich ab etwa der Hälfte des Buches ein leichtes Unbehagen. Denn so meisterhaft es der Autorin auch gelingt, Stimmungen einzufangen, es passiert eigentlich nichts wirkliches in dem Buch. So oft die kleine Eva auch aus bürgerlichen Haushalten herausfliegt, so schnell finden sich auch barmherzige Frauen und Männer, die das Kind aufnehmen und hüten. Die Welt um sie herum verändert sich nicht wirklich und auch sie selber nicht. Sie, die schon von Jugend an ihre Umgebung durch Geschichten erzählen zu unterhalten wusste, wird am Ende des Buches zur Schriftstellerin und damit zur Herrin ihrer eigenen Geschichte. Ein bisschen wie ein Märchen und vielleicht deswegen auch trotz der kleinen Mängel ganz nett zu lesen.